Wir folgen den inklusiven Spuren auf eine Demo!
Die Demonstrierenden laufen Richtung Heumarkt
(Bild: Florian Lintz)
Die Gesamtschule Holweide rief am 21. September 2026 zu einer Demonstration auf. Es wurde sich für den Erhalt inklusiver Bildungsangebote eingesetzt. Die Demonstrierenden setzten ein Zeichen gegen die Kürzungen von Geldern für die inklusive Gesamtschule.
Die Schule möchte weiterhin das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen ermöglichen.
Durch die Haushaltskürzungen wird die bisher prekäre finanzielle Situation weiter verschlechtert. Im Schulalltag fehlt es an Taxis, welche die Kinder zur Schule bringen. Therapien, die in der Schule stattfinden, sind durch fehlendes Personal nicht möglich. Das betrifft zum Beispiel Ergo-Therapie. Ebenso fehlt es an weiteren Unterstützungsangeboten während dem Unterricht.
Florian Lintz demonstrierte mit und berichtet:
Am 21. September 2026 habe ich mich gegen Mittag auf den Weg nach Köln-Deutz gemacht. Um Punkt 12:00 Uhr versammelten sich auf dem dortigen Bahnhofsvorplatz die unterschiedlichsten Menschen, geeint durch ein gemeinsames, dringendes Anliegen.
Von Deutz aus zogen wir gemeinsam los, überquerten die Deutzer Brücke und gingen gemeinsam in Richtung Heumarkt.
Wir waren da, und wir waren unüberhörbar laut.
Bei dieser Demonstration ging es um Menschenrechte, die in unserer Gesellschaft noch immer viel zu oft vernachlässigt werden. In der UN-Behindertenrechtskonvention steht, dass Kinder mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Bildungs-System ausgeschlossen werden dürfen. Sie haben ein Recht auf inklusiven Unterricht!
Mit der Demo sollte ein klares Bewusstsein für die fehlenden inklusiven Zugänge im Schul-Alltag geschaffen werden.
Es war spürbar eine gelebte, solidarische Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Für mich persönlich war es wunderschön zu sehen, wie viele Menschen sich an diesem Tag beteiligt und an unserer Seite gestanden haben.
Es hat unglaublich gutgetan. Ich hatte ein starkes Gefühl, nicht nur zuzusehen, sondern an diesem Mittag aktiv etwas zu machen. Nämlich auf die Straße zu gehen und gemeinsam ein unübersehbares Zeichen für echte Teilhabe zu setzen.
Der gemeinsame Marsch über den Rhein hat mir wieder einmal gezeigt, wie viel Energie entsteht, wenn wir uns füreinander stark machen.
Ein Text von Florian Lintz und Sophie von Holtum.