Forschungsschwerpunkt Sozial Raum Management (Bild: IMOS)

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Forschungschwerpunkt

Sozial · Raum · Management
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) im Wandel - ein Praxisvergleich

Analyse von Organisationsmodellen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD)

Kern der Untersuchung stellt die Suche und Analyse von Organisationsmodellen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) dar, die für die Gewährleistung sozialpädagogischer Fachlichkeit, der Wirksamkeit seiner Leistungen, einer effizienten und aus beschäftigungspolitischer Perspektive sozialverträglichen Leistungserbringung besonders geeignet erscheinen - kurz, zu gelingender Praxis führen

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) im Wandel - ein Praxisvergleich 
Leitung Prof. Dr. Herbert Schubert  Mehr
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften   Mehr
Institut Forschungschwerpunkt Sozial · Raum · Management  Mehr
Beteiligte Marion Rädler  
Projektpartner Fachhochschule Kiel   Mehr
Fördermittelgeber Hans Böckler Stiftung   Mehr
Laufzeit 2008 bis 2010 

Kontext / Problemlage

Gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie Individualisierung, Ausdifferenzierung armutspolitischer Problemlagen sowie zunehmende Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Bezug auf Kindeswohlgefährdungen rücken die Leistungsqualität des Allgemeinen Sozialen Dienstes in den Mittelpunkt. Als eine Schlüsselinstitution der sozialstaatlichen Intervention gegen Armuts- und Lebensrisiken sowie deren Folgen werden an seine Fach- und Leitungskräfte erhöhte professionelle Kompetenzanforderungen gestellt. Diese werden durch die anhaltenden Finanzierungs- und Beschäftigungsprobleme auf Seiten der Kommunen verschärft. Die damit verbundenen Auswirkungen und Konsequenzen für eine nachhaltige Funktionsfähigkeit des ASD und der Einfluss von Organisationsstrukturen und Handlungsansätzen auf seine Leistungsfähigkeit und -qualität erfordern eine differenzierte Betrachtung.
Fragestellung

Die Untersuchung verfolgt die Leitfragen,

* in welche Richtung sich kommunale soziale Dienste im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse verändern,
* in wie weit sich die Arbeitsvollzüge und -bedingungen der Fach- und Leitungskräfte wandeln und
* welche Organisationsmodelle schließlich für die Zukunftsfähigkeit des ASD als tragfähig angesehen werden können?

Die Erhebung des Wandels und der Leistungsfähigkeit erfolgt unter Bezugnahme auf sechs Handlungsebenen: Fachliche Konzepte und Handlungsansätze, Organisationsstrukturen, Budgetstrukturen, interne und externe Vernetzungen, interne und externe Verfahrensabläufe und Ergebnisse der Output- und Outcome-Ebene.


Untersuchungsmethoden

Der Untersuchungsansatz basiert einerseits auf einer erweiterten ‘Benchmarking-Logik’ und andererseits auf einer ‘Differenzanalyse’. In der Benchmarking-Perspektive, die durch das Theorem des radikalen Konstruktivismus nach Glasersfeld erweitert wurde und demnach über eine naive Benchmarking-Perspektive hinaus geht, werden Allgemeine Soziale Dienste tiefenscharf analysiert, in denen solche Organisations- und Qualitätsentwicklungsprozesse angestoßen wurden, die aus Sicht der befragten Experten/innen zu einer gelingenden Praxis führen. Die Gewinnung von Beispielen gelingender Praxis erfolgte im Rahmen einer fernmündlichen Befragung von Schlüsselpersonen einschlägiger Institutionen der Sozialen Arbeit im Juli und August 2008. Basierend auf der ‘Referenzlogik’ benannten die befragten Zielpersonen diejenigen Beispiele, die in der internen Kommunikation des Fachnetzwerkes aufgrund des Praxiseinblickes ein hohes Ansehen genießen.

In der Differenz-Perspektive werden diese Ansätze sowohl bezüglich ihrer fachlichen Umsetzung als auch bezüglich ihrer Wirkung auf das Interaktionssystem mit den Klienten/innen miteinander verglichen. Die unterschiedlichen Faktoren gelingender Praxis werden anschließend zu Typologien verdichtet. Zu diesem Zwecke kamen explorative Interviews (face-to-face sowie Telefoninterviews) und schriftliche Erhebungen in 16 ausgewählten Fallstudien im Frühjahr 2009 zur Anwendung.

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