Kontakt & Service

Projektleitung

Prof. Dr. Christiane Rieker

Prof. Dr. Christiane Rieker

  • Raum ZW-04-14

Thomas Mockenhaupt

Thomas Mockenhaupt

Patrick Josef Heinrich Beuel

Patrick Josef Heinrich Beuel

EWB

Entwicklung eines regenerativen und modular erweiterbaren HybridEnergiesystems (Wärme, Kälte, Strom) zur Schaffung energieautarker Winzereien auf Basis ganzheitlich genutzter inner-betrieblicher Rest-Biomassen wie Rebrückschnitten, Weintrester und regional anfallendem Stroh

Fachgebiet, inhaltliche Schwerpunkte Rest- & Abfallstoffe
Kategorie Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Abstract

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines regenerativen und modular erweiterbaren HybridEnergiesystems (Wärme, Kälte, Strom) zur Schaffung energieautarker Winzereien auf Basis ganzheitlich genutzter innerbetrieblicher Rest-Biomassen wie Rebrückschnitte, Weintrester und regional anfallendem Stroh. Hierfür soll ein innovativer systemkombinierbarer Biomasseganzballenvergaser entwickelt werden und mit einer dezentralen, Abwärme nutzenden Absorptionskälteanlage, sowie - in einer perspektivischen Ausbaustufe – einer stromerzeugenden Heißgasturbine kombiniert werden.

In der ersten Entwicklungsstufe soll ein Hybridkonzept zur Grundlastkühlung und -heizung einer Winzerei mittels Kombination aus Kleinballenbiomassevergaser und Abwärme-Kälteerzeugungsanlage realisiert werden. In einer zweiten Entwicklungsstufe soll ein Konzept zur regenerativen Prozesswärmeerzeugung entwickelt werden. In einer dritten Entwicklungsstufe soll das Hybrid-Anlagenkonzept um eine bedarfsorientierte Stromerzeugungskomponente erweitert werden, um perspektivisch eine gänzlich energieautarke Winzerei realisieren zu können.

Laufzeit

1.1.2019-31.12.2021

36 Monate

Leitung (TH) Prof. Christiane Rieker
Ansprechpartner

Thomas Mockenhaupt

Patrick Beuel

Kooperationspartner

W. Bälz & Sohn GmbH & Co.

Future Technologies Factory GmbH

TH Köln – Cologne Institute for Renewable Energy

Arbeitsplanung

                  Stoffstromstudie zu Biomassereststoffen in der Winzerwirtschaft

                  Hemmnisanalyse der Zielakteure

                  Erarbeitung Aufbereitungskonzept Weintrester

                  Energiedatenauswertung Winzerbetriebe

                  Entwicklung innovatives Energieversorgungssystem

                 Erarbeitung Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für Markteinführung

                 Technische Weiterentwicklung und Optimierung Kleinballen-Vergaser

                 Testreihen mit 50 kW-Kleinballenvergaser, inkl. Begleitender Emissi-onsmessungen + Auswertung zu mögl. Abgasnachbehandlungsmaßnahmen.

Ergebnisverwertung

Wirtschaftlich:

Die Wirtschaftspartner beabsichtigt nach Projektende die Umsetzung zunächst eines Pilotprojektes als Referenz und in den Folgejahren die Umsetzung weiterer Projekte. Bundesweite Übertragbarkeit, Potenzial für breite Anwendung des Projektes ist gegeben: Gegenüber der jetzt üblichen Energienutzung in Winzerbetrieben kann auf heutigem Energiepreisniveau eine zusätzliche Wertschöpfung aus der Wärmenutzung mit eigener Biomasse erzielt werden

Wissenschaftlich:

Das Projekt bietet in vielerlei Hinsicht Optionen für wissenschaftliche Parallel- und Anschlussvorhaben, wie bspw.:

                 Vergleich unterschiedlicher Biomasseverwertungssysteme (Verbrennung, Vergasung, HTC, Biogasgewinnung, Torrefizierung) bezügl. ökologischer Einordnung, Wirtschaftlichkeit, technischer Durchführbarkeit, energetischer Effizienz

                 Nutzung ermittelter Emissionsdaten zum branchenübergreifenden Vergleich mit ähnlichen Restbiomassen bezügl. Verbrennungs- und Emissionsverhaltens, Abschätzung der Nutzbarkeit im Bioenergiesektor

                 gewonnenen Ergebnisse im Bereich effizienter Wärmegewinnung aus Biomassereststoffgemischen mit unterschiedlichem Feuchtegehalt sowie der Effizienz der Wärmeübertragung und -nutzung in einer Absorptionskälteanlage, als Basis für Beratung, Versuche und Messungen Reststoffen anderer Branchen

Politikberatung:

                 Ergebnisse der Emissionsmessungen, können auch den gesetzgebenden Institutionen im Bereich Umweltgesetzgebung als Hinweis und Grundlage für die Zulassung bestimmter, bislang als schwierig zu beurteilender Brennstoffe dienen.

                 Handlungsempfehlungen zur Erschließung der wirtschaftlichen und ökologischen Potentiale

Öffentlichkeitsarbeit:

Es ist geplant, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse in Fachjournalen sowie in Form von Fachbeiträgen auf nationalen Tagungen/ Konferenzen zu veröffentlichen.

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