Labor für Schweißtechnik
Schweißen ist das bedeutendste Fertigungsverfahren zum Verbinden technischer Bauteile. Das Labor für Schweißtechnik dient zum einen der Forschung & Entwicklung im Bereich Unterwasser-Schweißen. Zum an-deren wird hier das schweißtechnische Praktikum des Moduls „Fügetechnik“ durchgeführt.
MSG-Handschweißen in Schweißkabinen des IMPT
(Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Unterwasser-Schweißen
Das Unterwasser-Schweißen ist eine wichtige Nische in der Schweißtechnik. Es dient der Fertigung und Instandhaltung metallischer Konstruktionen im Unterwasser-Bereich wie z.B. Hafenanlagen, Schiffen oder industriellen Anlagen im derzeit stark wachsenden Offshore-Bereich. Am IMPT wird zum nassen Unterwasserschweißen geforscht und entwickelt. Dieses wird bisher von Tauchern mit speziellen Unterwasser-Elektroden durchgeführt, was nicht automatisierbar ist und anfällig für gefährliche Arbeitsunfälle ist. Deswegen ist das Ziel der F&E-Arbeiten am IMPT die Entwicklung automatisierter Unterwasser-Schweißverfahren.
Handschweißverfahren
Das Labor für Schweißtechnik beherbergt 10 Schweißkabinen, in denen die drei wichtigsten Hand-Schweißverfahren an verschiedenen Geräten von Studierenden erprobt und erlernt werden können:
· E-Hand (Lichtbogenhandschweißen
· MAG (Metall-Aktivgasschweißen)
· WIG (Wolfram-Inertgasschweißen)
Es werden vor allem unlegierte und hochlegierte Stähle und Aluminiumlegierungen verschweißt.
Ultraschall-Schweißen
Das Labor verfügt über eine moderne Anlage zum Verbinden von Kunststoffen mit hochfrequentem Ultraschall. Diese kommt vor allem im schweißtechnischen Praktikum zum Einsatz, wo sie von Studierenden für Parameterstudien verwendet wird.