Kontakt & Service

Besondere Merkmale

Umsetzung der im Kinderbildungsgesetz vorgeschiebenen Grundlagen

Reflexion der eigenen päd. Arbeit und Weiterentwicklung der beruflichen Identität

Weiterbildungsmanagerin

Ilona Matheis

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Kontakt

Caroline Krüger

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Fachkraft für frühkindliche und alltagsintegrierte Sprachbildung

Bild Zertifikatslehrgang frühkindliche Sprachbildung (Bild: TH Köln)

Kinder im Dialog sprachlich begleiten und anregen. Erforschen Sie Ihre und die Sprache der Kinder, lernen Sie sich als Sprechgestalter*in kennen und entwickeln Sie eine schöpferische Sprech- und Zuhörkultur.

Babys kommen mit der Fähigkeit auf die Welt von Anfang an mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren. Sie sind auf feinfühlige sensible Interaktionspartner angewiesen, die ihre Signale verstehen und die empathisch auf ihre Signale reagieren.

Im pädagogischen Kontext sind wiederkehrende positive Interaktionserfahrungen sowie eine anregende Umgebung die wichtigste Grundlage dafür, dass Kinder sich in der Kindertagesstätte wohlfühlen, tragfähige Beziehungen aufbauen können und auf dieser Basis ihre sprachlichen Kompetenzen entfalten können. Sprache gilt als Tor zur Welt. Es gehört zu den pädagogischen Kernaufgaben,  Kindern dieses Tor zu öffnen und ihnen eine sprachanregende Umgebung zu schaffen, in der sie ihre Fähigkeiten entfalten können. Im Fokus einer frühkindlichen und alltagsintegrierten Sprachbildung steht eine kindzentrierte Interaktionsgestaltung sowie eine Didaktik, die Kinder ernst nimmt und sich an den Ressourcen eines jeden Kindes orientiert. Sprachbildungskompetenzen, reflexive und sozial-emotionale Kernkompetenzen sind fester Bestandteil der Professionalisierungsansprüche an früh- und elementarpädagogische Fachkräfte. Alltagsintegrierte Sprachbildung und -beobachtung sowie das wahrnehmende Beobachten als Grundlage für die pädagogische Arbeit in Kindertagesstätten sind seit dem 1. August 2014 im KiBiz-Gesetz für NRW fest verankert.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Weiterbildung Fachkraft für frühkindliche und alltagsintegrierte Sprachbildung 
Termin Lehrgang 101171:
03.05.2017 bis 05.05.2017
05.07.2017 bis 07.07.2017
27.09.2017 bis 29.09.2017
22.11.2017 bis 24.11.2017

Zeit: ganztägig (09:30 - 16:30 Uhr)

Anmeldeschluss: 22.03.2017 
Dauer Insgesamt 12 Seminartage 
Arbeitsaufwand Ca. 96 Unterrichtseinheiten Präsenzzeit + ca. 25 Stunden Selbststudium. Im Selbststudium sind Zeiten u. a. für Modulaufgaben, Beobachtungsaufgaben sowie das Anfertigen eines Portfolios vorgesehen. 
Zielgruppe • Staatl. anerkannte Erzieher*innen
• Leitungen von Kindertagesstätten
• Kindheitspädagog*innen (B.A.)
• Sozialpädagog*innen (B.A.)
• Sozialarbeiter*innen (B.A.) 
Abschluss Zertifikat Fachkraft für frühkindliche und alltagsintegrierte Sprachbildung 
Ort Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung, An den Dominikanern 2-4, 50668 Köln 
Teilnehmerzahl max. 20 
Wissenschaftliche Leitung Dr. Marjan Alemzadeh (Dipl.-Pädagogin) 
DozentIn Katrin Betz (Dipl.-Pädagogin)
Johannes Beck-Neckermann (Musik- und Bewegungspädagoge / Musiktherapeut)
Christina Bücklein (Kindheitspädagogin M.A. / Dipl. Sozialpädagogin)
Carolin Eckrodt (M. Sc. Psychologin)
Diana Rosenfelder (Dipl.-Pädagogin) 
Dozent*innenprofile
Kosten 1.480 Euro (inkl. Lehrgangsunterlagen)
Auf Anfrage kann Ratenzahlung vereinbart werden. 
Finanzierungsmöglichkeiten
Anmeldung Bitte senden Sie uns das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular zu:
 
Anmeldeformular 101171 (pdf, 158 KB)

Lerninhalte und Aufbau

Modul 1 „Grundlagen der alltagsintegrierten Sprachbildung & Sprachbeobachtung“
(geleitet von Carolin Eckrodt)

  • kindliche Sprachentwicklung
  • alltagsintegrierte Beobachtung anhand des Beobachtungsverfahrens BaSiK sowie
  • Mehrsprachigkeit und interkulturelle Vielfalt

Modul 2 „Interaktionsgelegenheiten erkennen und gestalten“
(geleitet von Christina Bücklein)

  • Merkmale der Gestaltung von Interakionen – auch aus Kindersicht
  • Einführung des Beobachtungs- und Reflexionsbogens „GInA – Gestaltung von Interaktionsgelegenheiten im Alltag“
  • „Blickschulung“ mit Hilfe von offenen und kriteriengeleiteten Videosequenzanalysen

Modul 3 „Musikalische Aktivität als schöpferischer Zugang zum Sprechen“
(geleitet von Johannes Beck-Neckermann)

  • musikalische Dimension des Sprechens
  • musikalische und sprachliche Interaktion mit Kindern
  • sowie alltagsnahes Explorieren und Gestalten von Klängen, Lauten, Worten

Modul 4 „Wahrnehmendes Beobachten als Grundlage einer kindzentrierten Didaktik in der frühen Kindheit“
(geleitet von Marjan Alemzadeh – Vertretung durch Diana Rosenfelder)

  • Wahrnehmendes Beobachten als pädagogische Grundhaltung
  • Gestaltung einer kindzentrierten Didaktik
  • Pädagogische Schlüsselsituationen erkennen, sensibel nutzen, und reflektieren

Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis und Forschung werden von einem erfahrenen Dozent*innenteam an Sie weitergegeben. Ein abwechslungsreiches Methodenrepertoire, das
Einbringen Ihrer eigenen Fragestellungen und Praxisbeispiele, sowie die Übung anhand von vielen Aufgaben führen zu einem nachhaltigen Wissenstransfer. Es findet eine kontinuierliche
Prozessbegleitung durch alle Module statt. Durch die modulbegleitenden Aufgaben können Sie das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen und in der Gruppe reflektieren.

Studien- und Prüfungsleistung

Modulbegleitende Aufgaben und Abgabe eines Portfolios oder mündliche Abschlusspräsentation


Lernziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • kennen die grundlegenden Prinzipien einer alltagsintegrierten und systematischen sprachlichen Bildung
  • erwerben Wissen über Voraussetzungen für den Spracherwerb, über Sprachentwicklung und über die Sprachbereiche
  • reflektieren über die Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder sowie über interkulturelle Heterogenität
  • lernen das Beobachtungsverfahren BaSiK kennen und anzuwenden
  • verfügen über Kenntnisse der grundlegenden Bedeutung von Interaktion und Beziehung für die kindliche Entwicklung
  • gestalten individuelle Sprachbildungssituationen
  • verstehen sich selbst als Sprachforscherin und Sprechgestalterin
  • begreifen sich als Interaktionspartnerin mit Kindern
  • integrieren in ihre Interaktion mit Kindern die Vielfalt von nonverbalen, präverbalen und verbalen Ausdruck und verstehen die Bedeutung von kongruentem Ausdrucksverhalten
  • denken inklusiv und handeln partizipativ
  • entwickeln eine schöpferische Sprech- und Zuhörkultur
  • werden sich der Bedeutung von biografisch und kulturell geprägten Interaktionsmustern auf die eigene Handlungspraxis bewusst
  • lernen ihr eigenes Interaktionsverhalten in der Interaktion mit Kindern auf der Grundlage systematischer Beobachtung mit Hilfe des Beobachtungs- und Reflexionsbogens „GInA“ zu analysieren
  • verfügen über die Fähigkeit interaktionsbezogene Handlungskompetenzen weiter zu  entwickeln und im pädagogischen Alltag zu realisieren
  • verstehen es sich als Modell und Ressource für Interaktionen zur Verfügung zu stellen und als Kommunikations- und Sprachvorbild zu fungieren
  • erkennen über das wahrnehmende Beobachten Alltagssituationen, die sie bewusst für Interaktionsgelegenheiten nutzen. Im Vordergrund solcher Bildungs- und Interaktionsgelegenheiten stehen Dialogorientierung, Prozessoffenheit und Partizipation
  • initiieren bewusst Gespräche, um die Themen der Kinder aufzugreifen und aufrechtzuerhalten
  • lernen Merkmale einer kindzentrierten Didaktik kennen und eignen sich pädagogische Handlungsweisen zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse an
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