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Prof. Dr. Gernot Heisenberg

Prof. Dr. Gernot Heisenberg

Institut für Informationswissenschaft (IWS)

Virtual und Augmented Reality in NRW

Das Projekt untersucht die zahlreichen Startups in Deutschland und speziell in NRW, die sich um den immens gestiegenen Bedarf an VR/AR-Content und damit verbundene Dienstleistungen kümmern, und versucht zu erfassen, welche Kompetenzen damit am Standort vorhanden sind und welche Bedarfe hinsichtlich Förderung und Vernetzung der Unternehmen bestehen.

Virtual Reality und Augmented Reality sind in letzter Zeit als potenzialträchtige Zukunftsthemen erkannt worden – nicht nur in Branchenkreisen, sondern auch in einer breiteren Öffentlichkeit. Dabei sind diese technischen Ansätze nicht neu. Die Anfänge der Technologie gehen zurück auf erste Head-Mounted-Displays (HMD), die aus der Militärforschung schon Anfang der 1990er Jahre kamen und industriell nutzbare Applikationen ermöglichten. Dass diese Technologie den Sprung in die breite Nutzung nur innerhalb der Industrie schaffte, ist neben den damals hohen Kosten für die notwendige Computertechnologie und den hohen Know-How-Anforderungen an den Betrieb, auch mit dem geringen Tragekomfort der HMDs zu begründen. Die daraufhin aufgekommenen rückprojektionsbasierten Systeme wie CAVEs und Responsive Workbenches haben hingegen zumindest zu einer Verbreitung der VR-Technologie innerhalb der weltweiten Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie beigetragen. Der Sprung in andere Industrien hatte die damalige VR-Technologie nie wirklich geschafft. AR-Applikationen wurden spätestens seit ihrem Aufkeimen Anfang der 2000er sehr intensiv im Rahmen von nationalen Förderprojekten beforscht und ihre Anwendung im Bereich der Simulation sowie Unterstützung von industriellen Maintenanceaufgaben evaluiert. Auch hier waren die Anfänge der AR-Technologie, bedingt durch ihre aufwendige Nutzung und die hohen Kosten, nicht in der Lage, von einer breiten Masse genutzt zu werden.

Mit dem Aufkommen von leistungsfähigen und einfach zu bedienenden Smartphones scheint die VR/AR-Technologie nun massenmarkttauglich zu werden:

  • So sind mit dem genannten Pokémon Go, Google CardBoard als Ausgabegerät oder verschiedenen VR-Gamingsystemen populäre Anwendungen für die breite Masse im Markt erfolgreich. Die Dynamik in diesem Sektor bleibt hoch bzw. beschleunigt sich (vgl. etwa die CES 2017, Ankündigungen von Facebook).
  • Darüber sehen Unternehmen ein enormes Potenzial ihre Kundenkommunikation auf eine neue Ebene zu heben. Diverse Unternehmen möchten die neuen Möglichkeiten nutzen und ihren Kunden neue 360-Grad-Erfahrungen ermöglichen.
  • Auch für die Aufbereitung medialer Inhalte eignen sich die beiden Technologien – hier sind bislang bereits eine Reihe hochwertiger Showcases und Anwendungen entstanden.
  • Schließlich können VR- und AR-Systeme zur Produktivitätssteigerung und effizienteren Organisation von Workflows eingesetzt werden (z.B. in der Fertigung, Wartung von komplexen Maschinen, etc.).

In der Folge haben sich in Deutschland und speziell in NRW zahlreiche Startups gegründet, um den immens gestiegenen Bedarf an VR/AR-Content und damit verbundenen Dienstleistungen zu befriedigen. Diese Wachstumschance für den (medien-) wirtschaftlichen Standort NRW ist jedoch bislang nicht untersucht. So ist außer anekdotischer Evidenz nicht bekannt, welche Unternehmen konkret an diesen Technologien arbeiten, welche Kompetenzen damit am Standort vorhanden sind und vor allem, welche Bedarfe hinsichtlich Qualifikation, technologischer Förderung und Vernetzung unter den Unternehmen bestehen. Diese Fragen bilden den Kernpunkt der Studie.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Virtual und Augmented Reality in NRW 
Leitung Prof. Dr. Gernot Heisenberg  Zur Personenseite
Fakultät Informations- und Kommunikationswissenschaften  Mehr
Institut Institut für Informationsmanagement
Institut für Informationswissenschaft
Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften 
Projektpartner Prof. Dr. Christian Zabel, Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften 
Laufzeit Juli 2017 bis April 2018 
Auftraggeber Mediennetzwerk NRW, Mediencluster NRW GmbH 
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