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Prof. Dr. Philipp Schaer

Prof. Dr. Philipp Schaer

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Forschungskolloquium

Das Institut für Informationswissenschaft der TH Köln freut sich, ab dem Sommersemester 2017 das Forschungskolloquium Informationswissenschaft durchzuführen.

Das Forschungskolloquium Informationswissenschaft richtet sich an alle Hochschulangehörigen (Professoren, Mitarbeiter, Studierende) sowie an externe Teilnehmer, die an den Arbeits- und Forschungsbereichen des Instituts für Informationswissenschaft Interesse haben. Ziel des Kolloquiums ist es, aus aktuellen Forschungsvorhaben, Projekten oder Kooperationen zu berichten und darüber hinaus den wissenschaftlichen Austausch unter allen Beteiligten zu unterstützen und voranzutreiben.

Das Forschungskolloquium findet in unregelmäßigen Abständen dienstags nachmittags an der TH Köln am Standort Südstadt (Claudiusstraße 1) statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Den Auftakt für das Sommersemester 2017 gestalten drei im Jahr 2016 neu berufene Professoren des Instituts mit den Forschungsthemen Living Labs und Suchmaschinen-Evaluation, Customer Centricity sowie nonverbal-emotionales Ausdrucksverhalten.

Folgende Termine sind für das Sommersemester 2017 geplant:

+ 13. Juni 2017: Prof. Dr. Philipp Schaer – Living Labs zur Evaluation von Suchmaschinen

Abstract: Traditionell basiert die Evaluation von Suchmaschinen auf dem Einsatz von menschlichen Experten, sogenannten Assessoren. Diese bewerten die Ergebnisse von Informationssystemen auf Ihre Relevanz zu einem gegebenen Thema, sogenannten Topics. Assessoren sind aber meist schwer zu finden, sind teuer und widersprechen sich häufig. Dem gegenüber nutzen große Plattformbetreiber wie Google, Facebook oder Amazon ihre vielen Millionen Nutzer, um ähnliche Untersuchungen durchzuführen – meist allerdings, ohne dass ihre Nutzer sich dessen bewusst wären. Mit Hilfe von sogenannten Living Labs sollen nun auch Forscher aus der akademischen Welt in die Lage versetzt werden, solche Formen der Experimente durchzuführen und so zur industriellen Forschung aufschließen zu können. Im Vortrag werden die verschiedenen Evaluationsmethoden und konkrete Umsetzungen aus den letzten Jahren vorgestellt.

Dienstag, 13. Juni 2017, 15.30 Uhr, Raum 149

+ 27. Juni 2017: Prof. Dr. Ivonne Preusser – Customer Centricity

+ 11. Juli 2017: Prof. Dr. Gernot Heisenberg – Evaluation of the Accuracy of Human Interpretation of Nonverbal-emotional Expressive Behavior

Den Schwerpunkt des Vortrags bildet eine Studie zur Evaluation des nonverbal-emotionalen Ausdrucksverhaltens hinsichtlich dessen Interpretationsgenauigkeit. Als Erhebungsmethode wurde eine Onlinebefragung gewählt. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass personenbezogene Determinanten wie Alter, Geschlecht und Stimmung Auswirkungen auf die Interpretationsgenauigkeit von Emotionen haben. So wurde ersichtlich, dass zum Teil geschlechtsspezifische Unterschiede für die Interpretation von Basisemotionen und affektiver Valenz vorliegen. Frauen erkennen demnach Basisemotionen und negative Gesichtsausdrücke deutlich genauer als die männlichen Teilnehmer. Diese sind hingegen deutlich besser in der Dekodierung negativer Körperhaltungen. Auch für die Altersdeterminante zeigten sich unterschiedliche Ergebnisse hinsichtlich der Interpretationsgenauigkeit negativer Emotionen. Die älteste Teilnehmergruppe der Stichprobe hatte größere Schwierigkeiten, die Emotion Traurigkeit zu erkennen, als die übrigen Altersgruppen. Die Auswertung der Daten weist auch auf Unterschiede der Interpretationsgenauigkeit je nach dargebotener Ausdruckskomponente hin. Es scheint, dass darstellungsbezogene Determinanten, wie die Abbildung von Emotionen durch die verschiedenen Ausdruckskomponenten Mimik, Gestik und Körperhaltung, die Interpretationsgenauigkeit beeinflussen. Die Mimik erwies sich in den Untersuchungen als nicht diagnostisch für die Dekodierung affektiver Valenz intensiver Emotionsabbildungen. Die Ergebnisse zeigten dagegen eine höhere Dekodierungsgenauigkeit affektiver Valenz für die Ausdruckskomponenten Körperhaltung und gesamte Körpersprache. Dass die Differenzierung zwischen konkreten Emotionskategorien anhand der Körperhaltung möglich ist, konnte im Rahmen der Studie nicht nachgewiesen werden.

Dienstag, 11. Juli 2017, 15.30 Uhr, Raum 149

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