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Dr. Birgit Szczyrba

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Wie frei soll und kann die Lehre sein?

Auf der Lehr-/Lernkonferenz des Stifterverbandes zur Freiheit der Lehre fand das Forum „Hochschullehre zwischen besonderer Verantwortung und Selbstkontrolle, zwischen gemeinsamer Planung und Freiheit der Lehre“ statt. Mitglieder der TH Köln, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Mainz moderierten das Forum gemeinsam.

Auf der 7. Lehr-/Lernkonferenz im Rahmen des Programms „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre", ausgerichtet von der Baden-Württemberg-Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, moderierten Dr. Birgit Szczyrba und Timo van Treeck am 31.10.2018 gemeinsam mit Prof. Dr. Marco Winzker (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) und Dr. Silke Masson (Universität Mainz) ein Forum mit dem Titel „Hochschullehre zwischen besonderer Verantwortung und Selbstkontrolle, zwischen gemeinsamer Planung und Freiheit der Lehre“.

Szczyrba und van Treeck begründeten die Freiheit der Lehre über die Wissenschaftsorientierung der Lehre: Wenn Wissenschaftler*innen lehren, ist es angemessen, dass sie auch die Lehre wissenschaftlich reflektieren, wissenschaftliche Leistungskriterien anlegen und sich mit Kolleg*innen über Lehre austauschen. Hochschulleitung, Hochschullehre und Hochschuldidaktik bringen ihre jeweiligen Perspektiven in den Prozess der kontinuierlichen Lehrentwicklung mit Blick auf interne und externe Ansprüche ein.

Marco Winzker zeigte an der Einführung neuer curricularer Strukturen das Spannungsfeld zwischen gemeinsamer Planung und Freiheit der Lehre auf. An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus wurde eine 4-1-4-1-4-1 Struktur für Selbstlernphasen und Projekte eingeführt, indem auf vier Vorlesungswochen jeweils eine Blockwoche folgte. Bezugspunkt für die Vorgehensweise bei der Einführung waren die acht Schritte für erfolgreiche Organisationsentwicklung nach Kotter (1995).

Silke Masson erläuterte, wie in einem kollegialen Setting Lehrende in den Austausch kommen – moderiert durch die Hochschuldidaktik – sich gegenseitig hospitieren und so eine professionelle Lerngemeinschaft bilden, ein gemeinsames Vokabular sowie Qualitätskriterien für die Lehre in einem Masterstudiengang entwickeln.

Die Konferenz stand – mit Bezug auf das Positionspapier des Wissenschaftsrats zu „Strategien der Lehre“ – insgesamt unter dem Motto: „Wie frei soll und kann die Lehre sein?“. Die Keynote von Julian Krüper (Ruhr-Universität Bochum) zu rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen enthielt die klare Aussage, dass Hochschulleitungen von Fakultäten Lehrprofile einfordern können; die Keynote von Stefan Kühl (Universität Bielefeld) enthielt viele Bedenken zu so genannten Lehrverfassungen. In der Abschlussdiskussion wurden Thesen aus den Foren aufgegriffen, aus denen die Stifterverband-Fellows ein Thesenpapier entwickeln werden. Prominent vertreten und diskutiert wurden u.a. die Thesen, dass

  • Hochschulen sich zum Thema Lehre positionieren sollten,
  • Hochschuldidaktik sich auch mit Strukturen auseinandersetzen sollte,
  • in Akkreditierungsprozessen auch Raum für Innovationen sein sollte,

damit Lehrentwicklungen erleichtert werden.

Die TH Köln war auf der Konferenz zahlreich vertreten, mit drei Fellows aus den Fakultäten, zwei Mitgliedern der Verwaltung, zwei Mitgliedern des ZLE und einem Mitglied des Präsidiums.

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