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Dr. Klara Groß-Elixmann

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Unsere Überzeugung: Inklusion ist anders…

Das Kompetenzzentrum Soziale Innovation durch Inklusion ist durch die Zusammenarbeit an einer interdisziplinären, wissenschaftlichen Weiterbildung zu Inklusionsprozessen entstanden und damit von Beginn an praxisorientiert aufgestellt.


Was bedeutet Inklusion für uns?

  • Wir sind davon überzeugt, dass Inklusion ein zentrales Merkmal der sozialen und kulturellen Entwicklung der Gesellschaft ist.
  • Wir verstehen unter Inklusion die Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen.
  • Das heißt, dass Inklusion gerade nicht den Einschluss anderer in bestehende exklusive Systeme darstellt. Im Gegenteil halten wir eine inklusive Gesellschaft für eine offene, wertschätzende Lebenswelt, in der niemand von der Möglichkeit der Teilhabe ausgeschlossen wird.
  • Wir sind davon überzeugt, dass die Teilhabe aller auch zur Teilgabe aller führt, denn nur wenn jeder Mensch teilhaben kann, kann er auch mitgestalten und seine besonderen Fähigkeiten einbringen. Darauf kann unsere Gesellschaft nicht verzichten.
  • Wir halten Inklusion für die Grundlage sozialer Innovation und sozialer Gerechtigkeit, weil sie menschliche Vielfalt und Gleichwertigkeit als wichtiges Charakteristikum von Gesellschaft und zentrale Ressource für deren Entwicklung begreift.
  • Wir sind Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und bringen unsere Expertise interdisziplinär ins Gespräch. Durch unseren mehrdimensionalen Blick können wir interdisziplinäre Strategien, Methoden und Werkzeuge für konkrete Fragestellungen entwickeln.
  • Wir halten Inklusion für einen Prozess, der die eigene Perspektive immer wieder in Frage stellen muss.
  • Wir sind davon überzeugt, dass Exklusion durch genaues Hinsehen sichtbar und durch Inklusion überwindbar wird.

Inklusion aus wirtschafts­wissenschaftlicher Sicht

Von Frank Gogoll/Andrea Kurtenacker/Petra Winkelmann

Die Wirtschaftswissenschaften bieten einen theoretisch und empirisch fundierten Ansatz für eine pragmatische und anwendungsorientierte ökonomische Betrachtung der Inklusion. Der Denkansatz des methodologischen Individualismus erlaubt dabei, die einzelwirtschaftlichen Interessen der Akteure in der Inklusion klar herauszuarbeiten und Konflikte und Dilemma-Situationen im sozialen Miteinander deutlich zu benennen. Ethisches Verhalten wird dabei als Investition in die Bedingungen der gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil gesehen.

Grundsätzlich wird eine ganzheitliche Sichtweise angewendet, da wirtschaftsethische, wirtschaftspsychologische und politökonomische Aspekte sowie technische (Wirtschaftsingenieurwesen) Aspekte konstitutive Bestandteile des Managements sind. Dazu kommt die grundlegend prozesshafte Betrachtung der Inklusion durch die Anwendung des Wettbewerbs als Such- und Entdeckungsverfahren. Der explizite Umgang mit Unsicherheit und Ungewissheit in Analyse wie Entscheidungsfindung macht die Möglichkeiten und Grenzen des Handelns in sozialen Systemen deutlich, die sich vor rein mechanistischen Systemen unterscheiden. Die Wirtschaftswissenschaften bieten ein gut ausgebautes Instrumentarium zur Analyse und Entscheidungsfindung in Fragen der Inklusion, das ein systematisch-methodisches Herangehen an Problemstellungen erlaubt. Eine besondere Aufgabe besteht darin, die ökonomischen Fachbegriffe auf die konkreten Probleme der Inklusion anzuwenden und nutzbar zu machen und keine Sprachbarrieren aufzubauen.

Der wirtschaftswissenschaftliche Ansatz kann die Bedeutung inklusiver Institutionen für die wirtschaftliche Entwicklung aufzeigen und die Verantwortung der Gesellschaft, des Staates, des Unternehmens und des Individuums für die Inklusion abgrenzen. Er hilft bei der Identifikation der Einflussfaktoren im wirtschaftlich-gesellschaftlichen Kontext, die als Grundlage unternehmensstrategischer Entscheidungen genutzt werden können.

Mittels der Institutionenökonomie können die unterschiedlichen Rollen der Sozialleistungsträger und Kommunen bei der beruflichen Integration sowie die Unterstützungsangebote und Fördermöglichkeiten für Unternehmen/Organisationen und Arbeitnehmer zur Umsetzung der Inklusion analysiert und kritisch reflektiert werden. Die Institutionenökonomie dient darüber hinaus zur Evaluierung von strukturellen Innovationen der Institutionen der Inklusion.

Das Inklusions- und Diversity-Management erkennt Menschen mit speziellen Bedürfnissen als Kunden (Design/Maschinenbau in der Produktentwicklung, Architektur und Bauingenieurwesen im Bereich Wohnen/Mobilität) wie auch als Manager und Arbeitnehmer, die durch den Übergang von Schule/Studium in den Beruf und die Instrumente der inklusiven Berufsausbildung und kooperativen Ausbildung den Weg in die inklusive Berufswelt finden. Im Bereich der behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung gehören hierzu insbesondere der Einsatz von behinderungskompensierender Technik und die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung für Menschen mit Behinderungen, Konzepte des Jobcoachings, öffentliche Leistungsangebote zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie Leistungen der Regelförderung und der Sonderförderprogramme. Das Inklusionsmanagement unterstützt bei der Konzeption und Umsetzung von Aktionsplänen, Betriebsvereinbarungen und Integrationsvereinbarungen. Die Implementierung von Inklusionsmaßnahmen kann anhand von Kosten-Nutzen-Analysen wie zum Beispiel des Social Return on Investment bewertet werden.

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