Rezension zur Fotoausstellung „A Different Perspective“

Im Rahmen eines Projektes hat unser Auszubildender Dennis van Trill die Fotoausstellung von Jörg Fetkenheuer in der Campusbibliothek Deutz besprochen.

In Zusammenarbeit mit der Hochschulbibliothek der TH Köln präsentiert Hobbyfotograf Jörg Fetkenheuer, Mitarbeiter des Hochschulreferats Bau- und Gebäudemanagement, vom 11. Juni bis zum 18. August 2018 in Deutz seine dritte und vorerst letzte Fotoausstellung „A Different Perspective“, bevor er 2019 in seinen wohlverdienten Ruhestand geht. Anschließend wird die Ausstellung bis zum 30. September 2018 verlängert, die 24 aktuellen Fotografien werden ergänzt bzw. ausgetauscht.

Stillleben, stillgelegte Industrie- und Bahnanlagen sowie Kuriositäten auf der Straße und an Bäumen bilden die Motive, die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Besonders auffällig sind die teils belassenen, teils inszenierten Bilder von Bananen(schalen) in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln und Luxusgütern als Symbol des Überflusses. Alles Irdische ist hinfällig und vergänglich, dargestellt durch rostige, moosig-schwarze, von Schimmel und Fäulnis befallene Objekte, „die andere gar nicht sehen oder beachten“, so Fetkenheuer selber. Humanökologisch betrachtet wird die nachlässige Beziehung zwischen Menschen und ihrer (natürlichen) Umwelt behandelt.

Mit dem Titel „A Different Perspective“ riskiert Jörg Fetkenheuer womöglich einen kritischen Blick auf unsere Konsumgesellschaft. Im Hinblick auf seine Arbeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit und Umweltschutzbeauftragter im Team Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsförderung beschäftigt sich die Zusammensetzung der Fotoausstellung mit der Frage: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Eine kapitalistisch-materialistische Auseinandersetzung zwischen Kunst und Konsum, bei der der Blick über den Tellerrand und über das Bedürfnis nach materieller Versorgung oftmals nicht hinausreicht.

Ein Besuch der Ausstellung im 3. Obergeschoss der Campusbibliothek Deutz lohnt sich allemal.

Eine Rezension von Dennis van Trill

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