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Qualität und Zuverlässigkeit von Cloud-Diensten

Ministerin Schulze und das Team um Prof. Grebe am Stand der FH Köln auf der Cebit (Bild: MIWF)

Mit „Plug Devices in Aktion“ beteiligen sich die Fachhochschule Köln und die zafaco GmbH vom 16. bis 20. März 2015 an der CeBIT 2015 in Hannover.

Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Cloud-Diensten der Telekommunikationsanbieter kann künftig gemessen und verglichen werden. Auf der CeBIT 2015 präsentiert die Forschungsgruppe Datennetze der Fachhochschule Köln gemeinsam mit der zafaco GmbH aus Ismaning die bisherigen Ergebnisse ihres Kooperationsprojekts "Quality of Experience Plug Devices for NGN (QoE PDN)" zum Benchmarking von Cloud-Diensten. Ermöglicht wurde das Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Die entwickelten kleinen Plug-Devices können auch von technischen Laien eingesetzt werdenDie entwickelten kleinen Plug-Devices können auch von technischen Laien eingesetzt werden (Bild: Kooperationsprojekt Quality of Experience Plug Devices for NGN (QoE PD)

"Neu ist, dass die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Cloud-Diensten und Anwendungen wie MS-Office Online mit unserem Messsystem erstmals tatsächlich gemessen werden kann und die von uns entwickelten kleinen Testgeräte, die von jedem Laien einfach eingesetzt werden können", erläutert Prof. Dr. Andreas Grebe vom Institut für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln. Den Messebesucherinnen und -besuchern werden Professor Grebe und sein Team das Konzept vorstellen, den Test und erste Ergebnisse präsentieren (Halle 9, Stand D24). Die CeBIT 2015 findet vom 16. bis 20. März 2015 in Hannover statt.

Kernelement des neu entwickelten Messsystems sind passive, selbstkonfigurierende QoE PDNMessköpfe, die die Qualitätskennwerte und Fehlerzustände an Business NGN-Anschlüssen und von Business-Anwendungen wie Cloud Services, Amazon S3, Google Drive oder Microsoft Office 365 messen. Nach dem Prinzip "Plug an Play" müssen die Messköpfe nur in den Telekommunikationsanschluss gesteckt werden, so dass sie von technischen Laien problemlos eingesetzt werden können. Automatisch verbindet sich dann das jeweilige Gerät mit einem zentralen Server, auf dem die Messkonfiguration hinterlegt ist, und lädt diese runter. Subjektive und objektive Leistungskennzahlen (Key Performances Indicators / KPI) werden aus IP Messströmen abgeleitet und zur Messung der Servicequalität (Quality of Service/QoS) und der detaillierten Datenpaketanalyse (Deep Packet Inspection / DPI) verwendet. Die Plug-Devices senden die Messergebnisse automatisch zur Weiterverarbeitung an den zentralen Server. Das entwickelte Messsystem ist flexibel bundesweit einsetzbar und ermöglicht den direkten Vergleich und damit die Bewertung verschiedener Service Provider. Getestet werden alle in Deutschland tätigen Provider für Geschäftskunden.

"Das neue Messsystem zeichnet sich dadurch aus, dass es zum einen mit robusten Messköpfen (QoE PDN) arbeitet, die auf einem harddisklosen Embedded System mit passiver Kühlung basieren, so dass lediglich ein Stromanschluss und der Anschluss an das zu messende Netz vorzunehmen sind", berichtet Prof. Grebe. "Die Konfiguration, Ansteuerung der QoE PDN, die Datenauswertung und Aufbereitung für das Qualitätsmanagement stellen den zweiten großen Systemanteil dar. Das  umfasst die wichtigen Funktionselemente wie Festlegung geeigneter KPI, Logik zur Erfassung der KPI, Vorverarbeitung der Messdaten zur Fehlersituationserkennung und Alarmierung sowie die anschließende Verarbeitung und Aufbereitung der Daten."

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