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Open Educational Resources (OER)

OER (Bild: TH Köln)

OER sind frei verfügbare Lehrmaterialien, auf die Interessierte jederzeit für die eigene Nutzung, Bearbeitung oder Weiterverbreitung zugreifen können. Neben vielen Chancen wirft die digitale Nutzung freier Informationen auch Fragen nach dem Urheberrecht auf. Hier finden Sie einen Überblick über die Vorteile, Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen von OER.

OER und Urheberrecht

Aktuelle Änderung zum Urheberrecht in Lehre und Forschung

Auszüge aus wissenschaftlichen Publikationen durften bislang in begrenztem Umfang für Lehre und Forschung privilegiert elektronisch zugänglich gemacht werden. Dies erfolgte meist über Lernplattformen, wie ILIAS oder Moodle, aber auch über andere Wege, wie z.B. passwortgeschützte Webseiten.

Für diese Weitergabe gem. § 52a UrhG war eine Pauschalvergütung der Bundesländer an die gesetzlich zuständigen Verwertungsgesellschaften (hier: VG Wort) zu entrichten.
Ab dem 1.1.2017 ändert sich diese Praxis, da die VG Wort (zuständig für Texte) auf Basis eines BGH-Urteils aus 2013 auf einer Einzelabrechnung besteht. Dazu handelte sie mit Bund und Ländern, diese vertreten durch die Kultusministerkonfernz (KMK) einen neuen Rahmenvertrag aus, dem die Hochschulen beitreten können. Die TH Köln ist diesem Rahmenvertrag nicht beigetreten.

Dies hat folgende Konsequenz für Lehre und Forschung:

Sie als Lehrende dürfen ab dem 1.1.2017 keine urheberrechtlich geschützten veröffentlichten Texte  (in der Regel einzelne Buchkapitel oder Fachaufsätze) digital verbreiten.

Prüfen Sie daher alle durch Sie inhaltlich verantworteten Lehr- und Lernplattformen, aber auch Ihre Webseiten (Personenseiten), soziale Medien und (Forschungs)-Datenbanken auf nicht verwendbare Materialien und bereinigen Sie diese von den entsprechenden Texten.

Nicht von der Änderung betroffen sind selbst erstellte Texte oder Texte mit freier Lizenz (Open Access, Open Educational Ressources, CC-Lizenzen etc.). Auch das Zitatrecht bleibt unberührt und bietet die Möglichkeit, veröffentlichte Textteile im Rahmen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung in einem Skript unter den engen Voraussetzungen des § 51 Urheberrechtsgesetz (UrhG) zu verwenden. Nutzen Sie zudem den Zugang zu E-Books und elektronischen Zeitschriften, die Ihnen die Hochschulbibliothek zur Verfügung stellt und auf die Sie im Rahmen Ihrer Lehre verlinken können.

Die Hochschulleitung ist sich bewusst, dass insbesondere Lehrende und Studierende die Leidtragenden dieser Entwicklung sind. 

Warum sind Urheberrechtsfragen in digitalen Kontexten so wichtig? Welche Fehler passieren leicht und wie sehen Lösungen mit Open Edurcational Resoruces aus? Finden Sie erste Antworten im folgenden Video.

Open Resources und wie man Fehler vermeidet

Welche Lizenzmodelle für OER gibt es?

OER werden meistens unter einer so genannten Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Mindestanforderung bei Creative-Commons-Lizenzen besteht darin, dass die Urheber_innen eines Werkes genannt werden müssen. Dies trifft bei der CC-BY (CC für Creative Commons und BY für die Namensnennung) zu. Es existieren sechs verschiedene Varianten, wie sie in der Grafik dargestellt sind.

Eine Übersicht ist im folgenden Praxisleitfaden zu Creative-Commons-Lizenzen zu finden.

Bilder aus öffentlichen Datenbanken sollten mit korrekten Lizenzhinweisen versehen werden. Wie genau das geht, erfahren Sie im folgenden Video am Beispiel von Wikimedia Commons.

Der Lizenzhinweisegenerator

Wo finde ich OER?

Entweder Sie nutzen in Suchmaschinen die Ergebniseinschränkungen für Creative-Commons-Lizenzen oder Sie suchen auf den passenden Portalen zu OER (s.u.). Bitte prüfen Sie grundsätzlich kritisch die Herkunft der Materialien und die angegebenen Lizenzen.

  • search.creativecommons.org:Die Metasuchmaschine vereint mehrere Suchmöglichkeiten nach Bildern, Texten, etc. Sie wählen zunächst aus, welche Lizenz Sie suchen, geben dann die Suchbegriffe ein und wählen die passende Suchmöglichkeit. Achtung: zum Teil werden trotzdem Nicht-OER-Materialien angezeigt (z.B. erkennbar an den Wasserzeichen).
  • Google: Bei der Bildersuche über Google können Sie über „Suchoptionen“ die Suchergebnisse nach verschiedenen Nutzungsrechten filtern.
  • Datenbank der Hochschulbibliothek der TH Köln: Digibib
  • Übersicht mit Datenbanken und Communities zu OER bei der Transferstelle für OER
  • Weltkarte zu OER-Akteuren und Institutionen

Wie positionieren sich Politik und Wissenschaft?

HRK (Beschluss des HRK-Senats): Die Vision eines weitgehend schrankenlosen Zugangs zu Lehrmaterialien gewinnt auch im Hinblick auf die urheberrechtlichen Probleme mit digitalen Semesterapparaten an Bedeutung. Hier finden Sie den kompletten Senatsbeschluss: hrk.de

BMBF und KMK (Arbeitsgruppe): Die Arbeitsgruppe betont Wirkungsmöglichkeiten für OER im Kontext aktueller Anforderungen an Lehren und Lernen. Hier finden Sie alle Informationen: Hochschulforum Digitalisierung

UNESCO: Die UNESCO hat den Begriff "Open Educational Resources" geprägt. Sie sieht in OER eine Chance zur Förderung von Wissensgesellschaften und zur Förderung von Bildung für alle Menschen weltweit. OER verfügen über das Potenzial, Bildungsqualität zu verbessern sowie Dialog und Verbreitung von Wissen zu fördern. Weiteres erfahren Sie auf unesco.de.

OECD: Bericht zu OER als Katalysator für Innovationen: oecd-ilibrary.org

Whitepaper zu OER an Hochschulen (Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. von Markus Deimann, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz): open-educational-resources.de

Ist-Analyse zu OER in Deutschland (von Martin Ebner, Elly Köpf, Jöran Muuß-Merholz, Martin Schön, Sandra Schön und Nils Weichert, hrsg. vom Wikimedia Deutschland e.V.): sansch.com

Weiterführende Informationen

Für tiefergreifende Informationen und praktische Angebote der TH Köln besuchen Sie zum Beispiel die folgenden Seiten:

Produktion von Medien und didaktische Beratung im Medienbüro
Workshops zum Thema OER
Creative Commons-Webseite

Diese Webseite zu OER von TH Köln/Timo van Treeck steht unter CC BY-SA 4.0.

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