Nachruf für Prof. Dr. Horst Grundhöfer (26.7.1939 – 8.4.2020)

Wir trauern um unseren geschätzten Kollegen, Freund, Lehrer und Förderer

Prof. Dr. Horst Grundhöfer lächelnd in einem Cafe sitzend (Bild: ivwKöln / TH Köln)

Alles Wesentliche ist Begegnung – das hat Horst Grundhöfer am Institut für Versicherungswesen gelebt: Mit großer Wertschätzung für den Einzelnen, mit Offenheit für Neues und Hilfsbereitschaft im Konkreten hat er das Leben und gemeinsame Arbeiten am Institut geprägt. Dabei stellte er sich mit seinem fachlichen Rat nie selbst in den Vordergrund.

Viele Studierende begeisterte er in seinen Seminaren für Forschungsfragen des Marketing und der Marktforschung. Insbesondere die fachliche und persönliche Begleitung während der Abschlussarbeiten lag ihm am Herzen. Über die Jahrzehnte seines forschenden Lehrens sind viele Kontakte zu Absolventinnen und Absolventen lebendig geblieben. Zahlreiche Email-Anfragen in den letzten Monaten seiner Krankheitszeit spiegeln diese langjährigen Begegnungen wider.

Horst Grundhöfer war ein beliebter Kollege, der auch nach seiner Pensionierung bis ins 80. Lebensjahr hinein an vielen Aktivitäten des Instituts teilnahm: Von der jährlichen Strategietagung über die regelmäßigen ivwKöln-Vorstandssitzungen, großen Symposien oder Exkursionen bis zum Professorenfrühstück und ivwKöln-Fussball-Cup der studentischen Fachschaft – Horst war mit seiner verbindlichen und zuverlässigen Art dabei und brachte seine Ideen und Anregungen mit ein.

Wenn man lernt, so bleibt man jung – egal wie alt man ist. Dieses Motto lebte Horst Grundhöfer vor. Insbesondere in den Themen der Datenanalyse und auch der digitalen Lehrformate war er mit seinen 80 Lebensjahren immer noch ein Lernender auf hohem Niveau. Zugleich motivierte er seine Studierenden dadurch, sich selbst mit fachlich Neuem auseinanderzusetzen und so sich selbst für zukünftige berufliche Herausforderungen weiter zu entwickeln.

Horst Grundhöfer hat gerne gelebt. Ein gutes Essen, durchaus auch selbst zubereitet, mit einem ausgewählten Wein, gute Jazzmusik – und das alles zusammen mit Freunden – dabei hat er sich besonders wohl gefühlt. So war er am Institut auch Ratgeber für Fragen der besonderen Speisen und Weinempfehlungen. Auf seinen Rat war immer Verlass.

Wenn man ihn zum Ende des Sommersemesters nach dem Reiseziel für den Sommerurlaub fragte, so berichtete er mit großer Vorfreude von der jährlichen Reise zum Lac d‘Annecy nach Frankreich.

Wir trauern um ihn und mit seiner lieben Frau Betty.

Für alle Kolleginnen und Kollegen des ivwKöln

Prof. Dr. Michaele Völler
Prof. Horst Müller-Peters
Prof. Dr. Rolf Arnold

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