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Nannette Fabian

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Moot Court des Masterstudiengangs Versicherungsrecht am OLG Köln

Moot Court Versicherungsrecht (Bild: TH Köln)

Jährlich im Sommer findet im Masterstudiengang Versicherungsrecht ein Moot Court statt. Diese fiktive Gerichtsverhandlung, die die Studierenden in den Rollen von Anwälten und Richtern führten, ist Teil ihrer Prüfung im Modul „Konfliktlösung in versicherungsrechtlichen Streitigkeiten“.

Austragungsort ist traditionell der Schifffahrtssaal im Oberlandesgericht Köln. Da aber das Gerichtsgebäude, genau wie die TH-Köln, zurzeit für Studierende des Masterstudiengangs nicht geöffnet ist, wird die Verhandlung wie im vergangenen Jahr online stattfinden. Trotzdem ist es für die Studierenden kein Tag wie jeder andere.
In einer siebenwöchigen Projektarbeit bereiten sich die Beteiligten auf ihre Verhandlung vor. In Zweierteams verfassen sie Klageschriften, Klageerwiderungen, Repliken, Dupliken und Voten. Hierfür setzen sie sich intensiv mit der Zivilprozessordnung, Gesetzen und Versicherungsbedingungen auseinander. „Mit einem konkreten Fall im Hintergrund ist das jedoch nicht schwer“, sagt die Studentin Nazan Ider, die in der Rolle der Anwältin für eine beklagte Versicherung einen verzwickten Kaskoschaden verhandelte: „Hier geht es nicht um eintöniges Auswendiglernen, sondern eher um Spurensuche nach der schlagenden Begründung für meine Argumentation.“
Auch Edmund Schmitt, Vorsitzender Richter des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln, der die Studierenden als Dozent auf den Moot Court vorbereitet und als Coach auch den Vorsitz der Verhandlungen führt, ist begeistert von dieser Art der Wissensvermittlung: „Im Rahmen der Projektarbeiten können die Studierenden Erfahrungen in der Zusammenarbeit als Team sammeln. In der simulierten mündlichen Verhandlung müssen sie nicht nur das erlernte theoretische Wissen in die Praxis umsetzen, sondern auch ihre rhetorischen Fähigkeiten und in souveränem Auftritt ihre Argumente präsentieren. Spontane Reaktionen auf Fragen und Vorhaltungen des Gerichts sowie auf Gegenargumente der gegnerischen Partei sind gefragt. Natürlich hoffen wir alle, dass die Verhandlungen bald wieder in dem schönen historischen Gebäude des OLG stattfinden können. Doch auch die Onlineverhandlung hat Ihren Reiz und tut der Spannung zuvor keinen Abbruch.“

Juli 2019

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