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Modul "Selbstmanagement im Studium" - Einstieg in ein erfolgreiches Studium

 Grünvogel (Bild: Grünvogel)

Zu Beginn eines Studiums sind Studierende häufig mit der Stoffmenge überfordert, haben noch keine passenden Lernstrategien entwickelt oder verzetteln sich durch Zeitmanagement-Probleme. Das Modul „Selbstmanagement im Studium“ bietet Strategien, die helfen sollen, solche typischen Schwierigkeiten im Studium zu verhindern.

Das Modul wird in jedem Wintersemester für ca. 100-130 Erstsemesterstudierende im Studiengang Medientechnologie der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik angeboten. Bei 1 SWS beträgt die Workload 30 Stunden im Semester. Themen der Veranstaltung sind u.a. Zeitmanagement, Lernstrategien und Teamarbeit in Theorie und auf das eigene Studium angewendeter Praxis. Die Studierenden werden sowohl von Prof. Dr. Grünvogel, als auch in Arbeitsgruppen von ca. 15 Personen von Lerncoaches und hochschuldidaktischen Coaches (Julia Gerber und Timo van Treeck vom Kompetenzteam Hochschuldidaktik der TH Köln) begleitet.
Das Modul trainiert die Studierenden, ihre Zeit sinnvoll zu strukturieren, ihre Lernprozesse eigenständig und im Team zu gestalten und so die Studieneingangsphase für sie passend zu organisieren.
Während des Semesters legen die Studierenden ein persönliches eLernportfolio an, das als Grundlage für die Beurteilung des Moduls als "bestanden" oder "nicht bestanden" dient.

Schlagwörter: Studieneingangsphase, Lernstrategien, Lerncoaching, Zeitmanagement im Studium, Selbststudium

Prof. Dr. Grünvogels Ausgangslage lautete: Wie kann ich Studierende an das Studieren an einer Hochschule und an den konkreten Studiengang heranführen, um einen erfolgreichen Studieneingang und Studienverlauf zu ermöglichen?

Trotz vielfacher Beratungsmöglichkeiten und Hinweise an unterschiedlichen Stellen, beispielsweise im Internet und in Broschüren, startet eine Vielzahl von Studierenden mit wenig konkreten Vorstellungen von den Fachinhalten des Studiengangs und den Anforderungen an ein erfolgreiches Studium.“

+ Wie gestaltet sich das Modul?

Die Studierenden starten mit einem KickOff, bei dem ein Überblick über das Modul gegeben und die Einteilung in die Coaching-Gruppen vorgenommen wird. Danach beginnen die Lerncoaching-Termine, die die Lerncoaches eigenständig planen und durchführen. Verteilt über das Semester treffen sich die Lerncoaches insgesamt fünfmal mit der Studierendengruppe. In der Mitte des Semester kommen die Studierenden und der Lehrende noch einmal im Plenum zusammen, um gegenseitig formatives Feedback zu geben und offene Bedarfe zu klären. Am Ende des Semester findet erneut eine solche Plenumssitzung statt, in der vor allem das Lernportfolio intensiv thematisiert wird. Hier sind auch die Lerncoaches dabei. Im Laufe des Semesters nehmen die Lerncoaches parallel zur Arbeit im Modul an insgesamt drei Weiterbildungsworkshops teil, in denen zum einen wichtige Themen für die Lerncoaching-Gruppen und zum anderen die Rolle des Lerncoaches thematisiert, diskutiert und reflektiert werden.

Hier wurde das Modul vorgestellt:

Tagung „Lehren, Lernen und Beraten auf Augenhöhe – Diskussionsforum für BMBF-Projekte“ Hochschule Niederrhein Campus Mönchengladbach 23./24.07.2014

+ Weiterführende Literatur

Gerber, J., Burda, F., Linde, F. (2012): Vom Zuhören zum Mitgestalten. Das Konzept einer motivierenden Studieneingangsphase. In: B. Berendt, J. Wildt & B. Szczyrba (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre, Berlin: Raabe Verlag, Griffmarke F 1.5.

Gerber, J., Grünvogel, S., van Treeck, T. (2015): Selbstmanagement stärken – Intuition, Praxisreflexion und Methoden in der Lerncoaching-Weiterbildung nutzen. In: Tosic, Janina: Tagungsband Lehren, Lernen und Beratung auf Augenhöhe, S. 30-37. Online verfügbar unter: http://www.hs-niederrhein.de/fileadmin/dateien/hll/PeerTutoring/Tagungsband_zum_Diskussionsforum_f%C3%BCr_BMBF-Projekte_Download_klein.pdf

Gerber, J., Grünvogel, S., van Treeck, T. (2016): Selbstmanagement in der Studieneingangsphase – der Entwicklungsprozess eines Moduls. In: B. Berendt, J. Wildt & B. Szczyrba (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre, Berlin: Raabe Verlag, Griffmarke F 1.15. Online verfügbar unter: http://www.nhhl-bibliothek.de/index.php?option=com_docman&task=doc_details&gid=673

Himpsl-Gutermann, K. (2012). E-Portfolios in der universitären Weiterbildung. Studierende im Spannungsfeld von Reflexivem Lernen und Digital Career Identity. Boizenburg: VWH-Verlag.

Jokanovic, M., Szczyrba, B. (2012): Tutorienarbeit an Hochschulen. Professionalisierung der Lehre ‚bottom up’. In: B. Behrendt, H.-P. Voss & J. Wildt. (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre. Berlin: Raabe Verlag. Griffmarke F 6.8.

Prenzel, M. (1996): Bedingungen für selbstbestimmtes motiviertes und interessiertes Lernen im Studium. In: J. Lompscher & H. Mandl: Lehr- und Lernprobleme im Studium. Bedingungen und Veränderungsmöglichkeiten. Bern; S. 11-22.

van Treeck, T., Hannemann, K. (2012): Lehre und Praxisphasen sichtbar machen – webbasierte Lehrportfolios. In: B. Szczyrba & S. Gotzen: Das Lehrportfolio - Entwicklung, Dokumentation und Nachweis von Lehrkompetenz an Hochschulen. Berlin: LIT-Verlag. S. 217-236

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