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Prof. Dr. Frank Linde

Prof. Dr. Frank Linde

Informations- und Kommunikationswissenschaften
Institut für Informationswissenschaft (IWS)

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Kollegialer Erfahrungsaustausch zum Thema Leistungszurückhaltung an der TH Köln

Am 14.01.2019 fand der kollegiale Erfahrungsaustausch zum Thema Leistungszurückhaltung an der TH Köln statt. Die Teilnehmenden haben sich über das Phänomen des Trittbrettfahrerverhaltens ausgetauscht. Die Kolleg*innen Prof. Dr. Rainer Pusch, Prof. Dr. Christoph S. Zoller und Prof. Dr. Michaele Völler haben dazu drei anregende Impulse mitgebracht.

Bei dem Treffen zum kollegialen Erfahrungsaustausch haben sich mehrere Ansatzpunkte ergeben, mit der Problematik des Trittbrettfahrerverhaltens umzugehen.

So sind Kombinationen aus Einzel- und Gruppenleistungen hilfreich, so dass Studierende sich nicht ganz in der Gruppe verstecken können. Hilfreich kann es auch sein, die Arbeit in der Gruppe reflektieren zu lassen und das zum Bestandteil der Prüfung zu machen.
Eine weitere Möglichkeit ist es, Studierende in den gegenseitigen Dialog über das Leistungsverhalten zu bringen, z.B. durch Peer-Bewertungen, und dies ggf. auch mit Konsequenzen für die Noten zu verbinden.

Lösungsansätze

Eine ganz zentrale Frage war das Verfahren für die Zusammensetzung der Teams. Neben der selbstgewählten Zusammenstellung und dem reinen Zufall per Auslosung, wurde über regelgeleitete Verfahren gesprochen, z.B. nach dem Kriterium Praxiserfahrung oder Vorwissen, und auch darüber, leistungshomogene Teams, z.B. nach Vornoten, zuzulassen, in der Erwartung, dass das Arbeiten in einem Team von "Gleichgesinnten" eine lernförderliche positive Emotionalität erzeugt und ­– bei Großgruppen mit bis zu 20 Teams ­– Konflikte und damit den Betreuungsaufwand minimiert.

Ergebnis

Insgesamt hat sich gezeigt, dass es gut ist, mit Teamstärken nicht größer als 5 Mitgliedern zu arbeiten und den Arbeitsprozess so eng wie möglich zu begleiten. Wenn Studierende sehen, dass sie beobachtet werden, zeigen sie üblicherweise mehr Engagement. Leistungsanreize (Zugang zu exklusiven Quellen oder bei sehr guten Leistungen früher frei zu haben etc.) können erwünschtes Verhalten noch weiter verstärken.

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