KölnerKinderUni am Campus Leverkusen: Wie funktioniert unser Gesundheitswesen?

Kinder errechnen ihren Krankenkassenfond im Gesundheitsmonopoly (Bild: Heike Koralli/FH Köln)

Im Rahmen der KölnerKinderUni an der Fachhochschule Köln (seit September 2015: TH Köln) konnten sich am 26. Mai 2014 Schülerinnen und Schüler über ein weiteres Angebot am Campus Leverkusen freuen.

Beim Workshop „Gesundheitsmonopoly“ lernten die kleinen Gaststudenten im Alter zwischen 8 und 13 Jahren spielerisch die Zusammenhänge des deutschen Gesundheitssystems kennen.
Weder Bahnhöfe noch die Schlossallee oder ein Elektrizitätswerk wurden hier gebaut sondern als Vorstand einer eigenen kleinen Krankenkasse entschieden die Kinder über den Erwerb einer Arztpraxis oder eines Labors.

Nach einer kurzen thematischen Einführung von Frau Prof. Dr. Yvonne-Beatrice Böhler, Professorin für Pharmamanagement an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, entwickelten die Schülerinnen und Schüler Namen und Logo ihres Unternehmens, um dann in das eigentliche Spiel einzusteigen.

Nach der Reihe zogen die Kinder Aktionskarten und konnten zunächst ihre Krankenkasse mit verschiedenen Vertragsärzten ausstatten. Jeder Krankenkassenvorstand musste sich also entscheiden, auf welche Spezialisten er setzen wollte. Der Augenarzt - „Damit sie klar sehen“ oder der Zahnarzt - „Für ein strahlendes Lächeln“ aber auch die Tropenmedizinerin - „Seltenes ist uns nicht fremd“ oder der Schönheitschirurg - „Ästhetik ist unser Versprechen“ warben für ihr wichtiges Kompetenzspektrum. Danach wurden wieder reihum die Aktionskarten gezogen und nun kostete, wie jeder Stopp auf der Schlossallee, der Besuch des Kassenpatienten bei einem Vertragsarzt der Mitspieler Geld. Das Labor verdiente bei jedem Arztbesuch mit und auch die vertraglichen Präventionsprogramme zur Gesundheitsvorsorge „Rauchen ist uncool“ oder „Wer rastet, der rostet“ sorgten für Geldtransfers zwischen den Spielern. Jede Runde endete mit einem Jahresabschluss, der wieder Geld in den Krankenkassenfonds spülte.

Gewonnen hatte am Ende der Spieler, der strategisch und mit ein bisschen Glück das gewinnbringendste Ärzteportfolio zusammengestellt hatte und dadurch den größten Geldbetrag in seinem Fond verbuchen konnte. Ergo: Eine erfolgreiche Krankenkasse im deutschen Gesundheitssystem muss gut mit ihrem Geld wirtschaften und trotzdem zufriedene Patienten haben.

Zur Erinnerung an einen spannenden Workshop, gab es für alle kleinen Gaststudenten und zukünftigen Gesundheitsminister einen neuen Stempel im KinderUni-Studienbuch.

(Text: Heike Koralli)

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