2. Kölner Konferenz zur Translation und technischen Dokumentation

Prof. Dr. Ursula Wienen  (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

Das Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation veranstaltet am 29. und 30. November 2018 die 2. Kölner Konferenz zur Translation und technischen Dokumentation. Internationale Expertinnen und Experten werden in 31 Vorträgen den aktuellen Forschungsstand in den verschiedenen Bereichen der Translation darstellen. Wir haben mit Prof. Dr. Ursula Wienen vom Organisationsteam gesprochen.

Prof. Wienen, Sie haben die Konferenz unter den Titel „Interdependenzen und Innovationen“ gestellt. Warum?

Wienen: Wir nehmen bei unserer Konferenz neben dem umfassenden Gebiet der Translation – mit seinen Teilbereichen Übersetzen und Dolmetschen – auch die technische Kommunikation in den Blick. Es sind eine starke Verflechtung zwischen diesen Feldern und ein sehr rascher Entwicklungsfortschritt zu beobachten – daher der Titel. Es ist uns gelungen, ein thematisch breites Programm auf die Beine zu stellen, das diesem Titel gerecht wird. So geht es beispielsweise um die Frage, wie technische Lösungen in Form von Übersetzungsprogrammen die Arbeitsweise unserer Absolventinnen und Absolventen beeinflussen, aber auch um die Didaktik und die Forschung an der Hochschule. Ebenso ist das Übersetzen von multimedialen Angeboten, zum Beispiel in Museen, ein spannendes Feld, in dem die klassische Arbeitsweise auf moderne Medien trifft.

Was sind die Highlights aus dem Programm?

Wienen: Da sind vor allem unsere drei Keynote-Speaker zu nennen. Dr. Elena Davitti von der University of Surrey aus Großbritannien wird über die Möglichkeiten und Einschränkungen eines multimodalen Ansatzes des Dolmetschens sprechen, bei dem neben der Sprache auch Blicke, Gesten oder Körperhaltung beachtet werden. Prof. Dr. Michael Meng von der Hochschule Merseburg erforscht mithilfe von sogenanntem „Eye-Tracking“, bei dem die Augenbewegungen von Probanden aufgezeichnet werden, wie diese technische Unterlagen lesen. Sharon O’Brien von der irischen Dublin City University berichtet über ihre Erfahrungen mit der interdisziplinären Forschung anhand eines Projektes, das die Rolle der Übersetzung in Krisen- und Katastrophenszenarien untersucht und neben der Übersetzungswissenschaft auch Sozialarbeit, Notfallhilfe oder Kognitionspsychologie zusammenbrachte. Ich freue mich zudem sehr, dass es auch Beiträge aus unserer Hochschule gibt.

Was erwartet das Institut von der Konferenz?

Wienen: Einen intensiven Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt, viele neue Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten. Eine solche Konferenz ist auch immer eine hervorragende Gelegenheit, die eigene Arbeit angesichts der präsentierten Theorien und Konzepte zu reflektieren. Und natürlich möchten wir unser Institut und unsere Arbeitsschwerpunkte der Scientific Community präsentieren.

12.11.2018

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