KISDconference: "Mit weit geschlossenen Augen. Virtuelle Realitäten entwerfen"

KISDconference , 31. Mai 2017

PIC  (Bild: PIC)

Bei der KISDconference im Sommersemester 2017 gehen Wissenschaftler/-innen und Gestalter/-innen aus verschiedenen Perspektiven der Frage nach, wie mobile Virtual-Reality-Technologien Raumerfahrung und Selbstwahrnehmung verändern, und welche Folgen die Grenzaufhebung von Bild und Körper für das Entwerfen in Design und Architektur hat.

Auf einen Blick

KISDconference: "Mit weit geschlossenen Augen. Virtuelle Realitäten entwerfen"

KISDconference

Wann?

  • 31. Mai 2017 bis 01. Juni 2017
  • 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Wo?

KISD – Köln International School of Design, Ubierring 40, 50678 Köln

Kosten

freier Eintritt

Veranstaltungsreihe

KISDconferences

ReferentIn

Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Design, Kunst und Architektur, Informatik, Philosophie, Kunstgeschichte, Medien- und Kulturwissenschaften, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft.

Anmeldung

https://www.eventbrite.de/e/kisdconference-mit-weit-geschlossenen-augen-virtuelle-realitaten-entwerfen-tickets-34418237876

Veranstalter

KISD – Köln International School of Design

Weitere Informationen

Am 31. Mai und 1. Juni 2017 lädt die KISD – Köln International School of Design der TH Köln zur interdisziplinären Tagung »Mit weit geschlossenen Augen. Virtuelle Realitäten entwerfen« ein, die zusammen mit dem Institute of Media and Design der TU Braunschweig konzipiert wurde. Aus verschiedenen Perspektiven gehen Wissenschaftler/-innen und Gestalter/-innen der Frage nach, wie mobile Virtual-Reality-Technologien Raumerfahrung und Selbstwahrnehmung verändern, und welche Folgen die Grenzaufhebung von Bild und Körper für das Entwerfen in Design und Architektur hat.

Facebook, Samsung, Google und HTC drängen mit ihren neuen Virtual-Reality-Brillen in den Massenmarkt und versprechen den Benutzern ein vollständiges Eintauchen in immersive Bildwelten. Unter Zuhilfenahme von Head-Mounted Displays der neuesten Generation, so lauten die Werbebotschaften übereinstimmend, werden virtuelle Realitäten endlich ›real‹. Doch von welchen real-virtuellen Realitäten wird hier gesprochen, was zeichnet sie aus, und worin unterscheiden sie sich von bloßen Bildräumen?

Das physische Bild, das durch Träger und Rahmung nach außen abgegrenzt wird, stellt eine Distanz zwischen Bild und Betrachter her. Durch das sprichwörtliche Begreifen des Bildes kann zwischen der visuellen Konstitution und dem materiellen Objekt differenziert werden. Die Wahrnehmung mit einer VR-Brille erschwert hingegen solche Unterscheidungen. Die stereoskopische 3D-Tiefenerfassung und das verzögerungsfreie Nachvollziehen von Kopfbewegungen befördern den Eindruck, nicht vor einem Bild, sondern in einem Bildraum, bei den Dingen zu sein und mit diesen zu interagieren. Die interaktiven Bewegtbilder, die kein Außen dulden, involvieren den VR-Anwender in umfassender Weise – zeitlich, räumlich und emotional.

Durch das bildräumliche Agieren in VR-Umgebungen wird das Entwerfen zu einem verkörperten Prozess, in dem sensuelle Informationen über den Körper und die Werkzeuge des Wahrnehmens und Entwerfens koordiniert und modifiziert werden. Aber sind diese Veränderungen auch erstrebenswert? Werden durch das körperhafte Versinken und die dauernde Präsenz in der wahrgenommenen Welt lebenswerte Umwelten erzeugt? Welche medialen Strategien im Umgang mit VR gibt es, das Eintauchen in immersive Umgebungen zu unterlaufen? Diesen und anderen Fragen widmen sich fachübergreifend Forscher/-innen aus Design, Kunst und Architektur, Informatik, Philosophie, Kunstgeschichte, Medien- und Kulturwissenschaften sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft.

Alle Präsentationen werden in deutscher Sprache gehalten. Die Konferenz beginnt am Mittwoch, 31. Mai um 16 Uhr und endet am Donnerstag, 1. Juni um 17 Uhr. Informationen und Programm unter: https://kisd.de/termine/mit-weit-geschlossenen-augen/

Workshop
Der Tagung ist ein kooperativer Workshop an der Köln International School of Design vorgeschaltet, in dem Designstudierende der KISD und Architekturstudierende der TU Braunschweig mit VR-Technologien gestalterisch-forschend experimentieren. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Tagung präsentiert.

Ausstellung
Am ersten Tagungstag wird die Ausstellung »Photo-Based Architecture. Virtuelle Realitäten entwerfen« in der KISD eröffnet (31. Mai 2017, 18.00 Uhr). Die ausgestellten Arbeiten zeigen fotobasierte, analog-digitale Entwurfsexperimente, die Dr. Philipp Reinfeld gemeinsam mit Studierenden am Institute of Media and Design (Prof. Matthias Karch) der TU Braunschweig entwickelt hat.
Öffnungszeiten: 1. Juni 2017, 13.00 bis 14.00 Uhr, 17.00 bis 18.00 Uhr; 2. Juni 2017, 12.00 bis 16.00 Uhr

Organisation
Prof. Dr. Carolin Höfler (KISD, TH Köln) und Dr. Philipp Reinfeld (Institute of Media and Design, TU Braunschweig)


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