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Internationales an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
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Sabine Becker

Angewandte Sozialwissenschaften

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„International Week“ an der Politécnico de Leiria, Portugal

Das „Politécnico de Leiria“ ist einer Fachhochschule vergleichbar, an der angewandte Wissenschaften gelehrt werden. Je nach Fakultät verfügt das Politécnico über viele sehr gut ausgestattete Werkstätten und unterhält aktive Beziehungen zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren der Region und auf internationaler Ebene.

(Ein Reisebericht von Sabine Becker)

Anfang Mai nutzte ich die Möglichkeit einer Erasmus + Personalmobilität und nahm an einer „Semana Internacional“ an einer Hochschule in Leiria (Portugal) teil. Leiria ist ein kleines Städtchen, etwa zwei Stunden nördlich von Lissabon und eine halbe Autostunde von der Atlantikküste entfernt.

Das „Politécnico de Leiria“ (http://www.ipleiria.pt/) ist einer Fachhochschule vergleichbar, an der angewandte Wissenschaften gelehrt werden. Je nach Fakultät verfügt das Politécnico über viele sehr gut ausgestattete Werkstätten und unterhält aktive Beziehungen zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren der Region und auf internationaler Ebene. Das Cologne Game Lab der TH Köln unterhält eine Erasmus-Partnerschaft mit einem ihm entsprechenden Studiengang. Es wurden auch schon Studierende aus Leiria für ein Austauschsemester empfangen.

Die Gruppe der Teilnehmenden der „International Week“ bestand aus ca. 60 Gästen von Hochschulen aus ganz Europa. Deren Arbeitsfelder reichten von Administration bis zu Lehre in den verschiedensten Fachrichtungen. Somit war das Programm inhaltlich eher allgemein gehalten und versuchte alle Teilnehmende gleichermaßen zu begeistern.

Uns wurden alle Standorte gezeigt, es gab Besichtigungen der einzelnen Einrichtungen und Führungen durch die Werkstätten. Nach Möglichkeit hatte man Gelegenheit zu individuellen Gesprächen mit den jeweiligen KollegInnen an der „Ipleiria“.

Das Politécnico hat fünf verschiedene Fakultäten, bzw. „Escolas Superiores“ an vier verschiedenen, teilweise weit entfernten Standorten. Die „ESECS - Escola Superior de Educação e Sciencias Sociais“ (School of Education and Social Sciences) befindet sich am Campus 1, also direkt im Ort Leiria. An dieser Escola wird u. a. ein Studiengang „Licenciatura em Serviço Social“, d. h. Bachelor „Soziale Arbeit“ angeboten, auch gibt es einen BA „Educação Social“ oder „Relações Humanas e Comunicação Organizacional“.

Interessante Masterstudiengänge sind z. B. „Comunicação Acessível“ (Accessible Communication) und „Mediação Intercultural e Intervenção Social“ (Intercultural Mediation and Social Intervention). Diese werden allerdings als Fernstudium, bzw. e-learning - Studium angeboten.

Eindrucksvoll ist an der ESECS vor allem auch das CRID (Centro de Recursos de Inclusão Digital), welches schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Es handelt sich um ein Zentrum, in dem z. B. Medien für behinderte Menschen zugänglich gemacht werden. Das CRID besitzt ein Gerät, um Drucksachen in Brailleschrift zu „übersetzen“. Somit können die Mitarbeiter Texte direkt selbst in Brailleschrift drucken lassen. Zu Zeit verfolgt das CRID ein Projekt, in dem gebrauchte Spielsachen so umgearbeitet werden, dass diese für Kinder mit speziellen Lernbedarfen nutzbar werden.

Ein interessanter Punkt auf dem Programm der International Week war ein Vortrag zweier Kolleginnen einer Universität aus Madrid. Dort ist das Fach „Asignatura de Responsabilidad Social“ etabliert worden. Alle BA - Studierenden dieser Hochschule, also auch aus Architektur, Wirtschaft, Biotechnologie etc., nehmen obligatorisch an diesem Modul teil. Das Modul umfasst 150 Stunden, unterteilt in Seminare und Praktika. http://www.ufv.es/practicas-sociales

Über eine Kollegin aus Birmingham wurde ich auf einen BA - Studiengang mit deren Partnerhochschule, der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, aufmerksam: „International Double Degree in Social Work“ – was es nicht alles gibt!

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