Kontakt & Service

Mehr Informationen

Ansprechpartnerin

Susanne Glaeser

Susanne Glaeser

Präsidium

  • Campus Südstadt
    Claudiusstraße 1
    50678 Köln
  • Raum E1.18
  • Telefon+49 221-8275-3620

Interdisziplinäre Projektwoche

Interdisziplinäre Projektwoche (Bild: Susanne Glaeser)

Um für das Sommersemester 2015 einen hochschulweiten Rahmen für eine interdisziplinäre ProfiL²-Woche zu finden, haben sich 70 Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachhochschule Köln mit Experten der Technischen Universität Darmstadt ausgetauscht. Im Mittelpunkt dieser Tagung standen die Ziele, die Themenfindung und die Durchführung einer Projektwoche.

Die interdisziplinäre Projektwoche an der TU Darmstadt
Prof. Dr. Manfred Hampe stellte die wichtigsten Aspekte der interdisziplinären Projektwoche der TU Darmstadtvor. Nach langjähriger Erfahrung mit Studienprojekten im Fachbereich Maschinenbau, hat die TU Darmstadt die interdisziplinäre Projektwoche auf (fast) alle Fachbereiche erfolgreich übertragen. Ziel der interdisziplinären Projektwoche ist, dass Studierende sich mit ihrem Studienfach identifizieren, fachbezogene Forschungsfragen und Methoden  kennenlernen, Interdisziplinarität gewinnendbringen nutzen und somit einen höheren Grad der Selbsttätigkeit im eigenen Fach entwickeln.
Prof. Hampe bestätigte, dass sich die interdisziplinäre Projektwoche an der TU Darmstadt in einem ständigen Entwicklungsprozess befindet und ermutigte die Fachhochschule Köln dazu ein eigenes passendes Modell zu entwickeln. Er betonte, dass zum Gelingen der Wille und das Engagement der Lehrenden entscheidend seien.

Ein interdisziplinäres Thema finden
Die Experten aus Darmstadt sind sich über die Wichtigkeit der Wahl einer interdisziplinären Projektaufgabe einig, deswegen wird in die Vorbereitung und Auswahl des Themas sehr viel Zeit und Expertenwissen investiert. Manuel Metzler, langjähriger Projektleiter des interdisziplinären Studienprojekts im Fachbereich Maschinenbau, erläuterte welche  wichtigen Anforderungen an die Themenwahl gestellt werden. Das Thema muss sowohl Realitätsbezug, Relevanz, Neuartigkeit als auch  Lösungsoffenheit aufweisen. Den Studierenden soll durch die Erarbeitung der Aufgabenstellung die Möglichkeit eröffnet werden, wesentliche Methoden des eigenen Fachs kennenzulernen und zu erproben. und zudem die  Notwendigkeit der Beschäftigung mit den lernintensiven Grundlagenfächern  erkennen.
Den Studierenden wird das Szenario erst am ersten Tag der Projektwoche bekannt gegeben. Beispiel für einige erfolgreich bearbeitete Themen sind die Entwicklung eines Faservlies‘ gegen Desertifikation, die Entwicklung eines Fahrrades mit Energierekuperator, unter Betrachtung wirtschaftlicher Aspekte. oder Lösungen für die aktuelle Nahrungskrise durch ein Team von WissenschaftlerInnen einer fiktiven NGO, die einen biologischen Organismus entwickelten, der in der Lage ist, einen erheblichen Teil des Abfalls in Nahrungsmittel umzuwandeln.

Begleitung und Beratung in der interdisziplinären Projektwoche an der TU Darmstadt
Den Projektgruppen wird ein vielfältiges Unterstützungssystem zur Begleitung angeboten.
Dr. Andrea Dirsch-Weigand von der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle der TU Darmstadt stellte das intensive Betreuungs- und Beratungskonzept rund um die interdisziplinäre Projektwoche vor. Die Gruppen bekommen keine aktive Hilfestellung, sondern werden nach dem Prinzip der „minimalen Hilfe“ durch die Bereitstellung eines „Ressourcenpools“ unterstützt. Die Gruppen haben die Möglichkeit sich an ein Helpdesk zu wenden, das organisatorische und fachliche Fragen beantwortet oder Literatur zur Verfügung stellt. Nach der Hälfte der Woche führen die Studierenden ein Experten-Interview mit den Professoren des Fachbereichs. Außerdem werden die Gruppen die gesamte Woche lang von Fach- und Teambegleitern unterstützt, die von der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle geschult wurden. Die Teambegleiter sind meistens Studenten des Fachbereichs Psychologie oder Studierende in höheren Semestern.

Wirkung der interdisziplinären Projektwoche
Die Evaluationsergebnisse der Projektwoche an der TU Darmstadt wurden von Franziska Koch und Kathrin Sommerfeld, beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Psychologie, präsentiert. Die interdisziplinären Projektwochen werden mittels eines Fragebogens evaluiert, in dem die Studierenden am Ende der Projektwoche diese im Rückblick beurteilen. Studierende finden es gut, dass sie während der Projektwoche die Möglichkeit haben, in Gruppen zu arbeiten,  äußern sich positiv über ihre eigenen Teammitglieder und loben auch die gute Atmosphäre im eigenen Team. Anhand der Ergebnisse wurde festgestellt, dass die Rahmenbedingungen, wie z. B. die Aufgabenverständlichkeit, die Zufriedenheit mit der Teambegleitung  und der Fachbegleitung einen bedeutenden Einfluss auf die Gesamtzufriedenheit, aber auch auf den Kompetenzerwerb der Studierenden haben.


Die ca. 70 Teilnehmer aus der Fachhochschule Köln waren sehr begeistert über den Erfahrungsaustausch mit den Kollegen aus Darmstadt. Vizepräsidentin Prof. Dr. Sylvia Heuchemer betonte, dass die Fachhochschule Köln durch die Vielfältigkeit ihrer Fakultäten und das hohe Engagement der Lehrenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Studienprogramme durch eine innovative interdisziplinäre Projektwoche bereichern werden.

M
M