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Timo van Treeck

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Zentrum für Lehrentwicklung

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Hochschulpolitische Forderungen in die Logik des Hochschulsystems integrieren

Vertreter*innen der FH Kiel und der TH Köln veranstalteten gemeinsam auf der 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik e.V. am Karlsruher Institut für Technologie KIT vom 28.2.-2.3.2018 eine Diskurswerkstatt zur Frage, wie hochschulpolitische Forderungen in das System Hochschule gelangen. Der Diskurs entfaltete sich am Beispiel des erweiterten HQR 2017.

Qualifikationsrahmen beschreiben lernergebnisorientiert Kompetenzen, die auf bestimmten Niveaus erworben wurden. Für Hochschulen ist der „Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse“ (HQR) maßgeblich, der 2005 erarbeitet und am 16.2.2017 modifiziert verabschiedet wurde. Der überarbeitete HQR expliziert einen deutlichen Anspruch an die wissenschaftliche Durchdringung von Studiengängen und verlangt die positive Beschreibung des spezifisch hochschulischen Charakters der Studienangebote. Der Appell an die Wissenschaftlichkeit bezieht sich auf die Fähigkeit zu reflexivem und innovativem Handeln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse; die Fähigkeit, wissenschaftliche Methoden anzuwenden und damit auf kritische Weise neues Wissen zu erzeugen; die reflexive Wissensanwendung mithilfe kommunikativer Kompetenzen u.a.m. Darüber hinaus wird Forschendes Lernen als Arbeits- und Lernmodus in Studiengängen explizit erwähnt.

War es für die Hochschuldidaktik bisher schon Aufgabe,

  • mit Lehrenden an der Frage zu arbeiten, wie z.B. generische Kompetenzen oder die Fähigkeit zum Problemlösen ins Fach zu übersetzen seien,
  • mit Studiengangteams zu diskutieren, wie ein Curriculum lernergebnisorientiert aufgebaut werden kann, oder
  • mit Hochschulleitungen auszuarbeiten, wie politische Forderungen in ihr Leitbild für Lehre zu übersetzen seien,

stellt sich erneut die Frage, wie politische Vorgaben in das Hochschulsystem gelangen und wie die Hochschulakteur*innen damit verantwortlich umgehen können.

Drei Impulsvorträge beleuchteten in der Diskurswerkstatt die Sicht der Akteur*innen , der Fakultäten bzw. Fachvertreter*innen und die Sicht der Institution Hochschule mit diesbezüglichen Managementaufgaben. Die Teilnehmer*innen übersetzten dann an drei Stationen die Auswirkungen politischer Forderungen auf ihre Arbeit. Im Plenum schloss sich der Bogen vom Bildungsauftrag der Hochschulen über den/die einzelne*n Wissenschaftler*in, das Kollegium bis hin zur gesellschaftlichen Legitimierung.

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