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Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 – Podiumsdiskussion mit Navid Kermani

Gedenkveranstaltung, 15. Mai 2019

Navid Kermani (Bild: Julian Baummann)

Anlässlich des Jahrestags der Kölner Bücherverbrennung lädt die TH Köln in Kooperation mit der Universität zu Köln zu einer Gedenkveranstaltung ein. Vor 86 Jahren haben Nationalsozialisten die Werke berühmter Autorinnen und Autoren verbrannt. Wie steht es heute um die Freiheit der Meinung, des Wortes und der Wissenschaft? Eine Podiumsdiskussion mit dem Publizisten Navid Kermani.

Auf einen Blick

Podiumsdiskussion mit Navid Kermani

Gedenkveranstaltung

Wann?

  • 15. Mai 2019
  • 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Wo?

TH Köln
Campus Südstadt
Claudiusstraße 1
Hörsaal 114

Veranstaltungsreihe

Gedenken an die Kölner Bücherverbrennung

Anmeldung

DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT

Weitere Informationen

Begrüßung
Prof. Dr. Stefan Herzig
Präsident der TH Köln

Prof. Dr. Manuela Günter
Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Universität zu Köln

„Verbrennt mich!“ – Reaktionen auf die Bücherverbrennung 1933
Prof. Dr. Habbo Knoch
Historiker, Universität zu Köln

Podiumsgespräch:
Bei den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen 1933 wurden die Werke verfemter Autorinnen und Autoren vor den Universitäten öffentlich vernichtet. Studenten und Professoren waren daran aktiv beteiligt. Wie steht es heute, 86 Jahre später, um die Freiheit der Meinung, des Wortes und der Wissenschaft?

Es diskutieren:

Dr. Navid Kermani
Schriftsteller, Publizist, habilitierter Orientalist,
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015

Prof. Dr. Günter Blamberger
Literatur- und Kulturwissenschaftler
Professor für Neuere Deutsche Literatur, Universität zu Köln

Barbara Massing
Juristin, Verwaltungsdirektorin, Deutsche Welle

Prof. Dr. Stefan Herzig
Präsident der TH Köln

Moderation:
Jan-Martin Wiarda
Freier Wissenschafts- und Bildungsjournalist

Musikalisches Rahmenprogramm:
Michaela Lieder und Jeffrey Kok, Studierende an der Hochschule für Musik und Tanz, spielen "Duo für zwei Violinen" von Béla Bartók und von Paul Hindemith


Hintergrund: Bücherverbrennung am 17. Mai 1933

Am 17. Mai 1933 fand vor dem heutigen Hauptgebäude der TH Köln – der ehemaligen „alten Universität“ – die Kölner Bücherverbrennung statt. Die Aktion, die sich wenige Monate nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in nahezu allen Universitätsstädten vollzog, markiert den Beginn der Unterdrückung von Kunst und Publizistik, der systematischen Verfolgung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer oppositioneller oder politisch unliebsamer Autorinnen und Autoren sowie anderer Kulturschaffender. 

Vorbereitet worden war die Nazi-Kampagne "Wider den undeutschen Geist" vom Hauptamt für Presse und Propaganda der Deutschen Studentenschaft. Ihr Ziel: Die "Säuberung" öffentlicher und privater Bibliotheken von "zersetzendem" Schrifttum. In vielen Städten fanden die Aktionen vor den Universitäten und unter Mitwirkung der Studierenden, des wissenschaftlichen Personals und der Professorenschaft statt.

Bodendenkmal an der TH Köln

Das Projekt eines Mahnmals zum Gedenken an die Bücherverbrennung begann 2001. Ideengeber und Mentor ist der Kölner Kunstkritiker Walter Vitt. In regelmäßigen Abständen haben seither Steinmetzlehrlinge des Berufskollegs Ulrepforte die Namen von Autorinnen und Autoren, deren Werke 1933 vernichtet wurden, in die Bodenplatten vor dem Haupteingang des Gebäudes eingemeißelt. Das Bodendenkmal umfasst inzwischen 95 Namen. Über das Mahnmal informiert seit 2014 eine Denkmaltafel am Gebäude in der Claudiusstraße 1, in dem die TH Köln seit den 1980er Jahren ihren Sitz hat. Die vom Kölner Bildhauer Heribert Calleen entworfene Tafel wurde von der TH Köln gestiftet.

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