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Dr. John Stanley

Dr. John Stanley

Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK)

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Die Dritte Hermeneutik- und Translationswissenschaftskonferenz

Konferenz, 30. Juni 2016

Die Dritte Hermeneutik- und Translationswissenschaftskonferenz  (Bild: TH Köln)

"Übersetzungshermeneutik als Forschungsparadigma"

Auf einen Blick

Die Dritte Hermeneutik- und Translationswissenschaftskonferenz

Konferenz

Wann?

  • 30. Juni 2016 bis 01. Juli 2016
  • 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Wo?

Rotunde, Claudiusstraße 1

Kosten

Konferenzgebühren (2 Tage, inklusive zwei Mittagessen, Getränke und einem Abendessen), zahlbar nach Rechnungseingang:

Frühe Anmeldung (bis 31. März 2016): € 80,00
Späte Anmeldung (ab 1. April 2016): € 100,00

Studierende:
Frühe Anmeldung (bis 31. März 2016): € 55,00
Späte Anmeldung (ab 1. April 2016): € 75,00

Für Angehörige der TH Köln (MitarbeiterInnen, Studierende) fallen keine Gebühren an.


Veranstaltungsreihe

Tagungswebauftritt

ReferentIn

Prof. Anthony Pym, Dr. Philippe Forget, Prof. Alberto Gil, Prof. Douglas Robinson, Dr. Holger Siever, Dr. Radegundis Stolze


Lokale Organisation

Dr. John Stanley

Einsendeschluss für Abstracts und Panelvorschläge

21. Februar 2016

1. Call for Papers

Mit dieser Reihe von Symposien soll untersucht werden, wie Hermeneutik und Übersetzungswissenschaft einander ergänzen können. Ein erstes Symposion 2011 zeigte die wichtigsten Wege der Forschung auf, während das zweite Symposion 2013 neue Forschungsbereiche in der Übersetzungshermeneutik betrachtete. Die Beiträge behandelten vielerlei Themen, darunter literarische und fachliche Übersetzung, die Rolle der Hermeneutik in der islamischen Tradition der Exegese, oder postkoloniale Textinterpretation. Insbesondere Fragen zum Standort und der Definition von „Subjektivität“, „Phänomenologie“ und „Methodik“ in der Übersetzungshermeneutik erwiesen sich als wichtige Punkte in der Diskussion.

Das Ziel des dritten Symposions ist es, die Übersetzungshermeneutik als ein Forschungsparadigma zu umreißen, das sowohl die Theorie als auch die Praxis des Übersetzens beleuchtet. Im Blick auf Theorie umfasst die Hermeneutik ein breites Feld philosophischer Forschung, da hier enge Beziehungen zu Phänomenologie und Dekonstruktion, zu Theologie und ästhetischer, ethischer und politischer Philosophie bestehen. Im Blick auf die Praxis bietet die Hermeneutik einen sinnvollen Denkrahmen, in welchem konkrete Forschungsprogramme für die Übersetzungswissenschaft erarbeitet werden können. Es soll im Rahmen des Symposiums auch eine Gesprächsrunde geben, in der konkrete kollaborative Forschungsvorhaben sowie Möglichkeiten, Forschungsgelder für diese einzuwerben, diskutiert werden können. Wir bitten Sie also darum, Ihre Ideen nach Köln mitzubringen! Hoffentlich werden einige konkrete Forschungsanträge aus dieser Runde entstehen.

Die Konferenzteilnehmer sind eingeladen, die Beziehung zwischen Hermeneutik und Übersetzungswissenschaft sowohl als praktische Methodik hinter spezifischen (empirischen) Forschungsprojekten, als auch als eine philosophisch rigorose Erforschung der (kognitiven) Prozesse zu sehen, die beim konkreten Übersetzen ablaufen.

Ein Ergebnis dieses dritten Symposions könnte also ein Horizont für künftige Forschungsvorhaben in der Übersetzungswissenschaft sein. Freilich gibt es keine Zukunft ohne die Vergangenheit. Und so werden in diesem Symposion – wie bei den vorangegangenen zwei Veranstaltungen – auch die Wurzeln der Hermeneutik wieder bewusst gemacht, seien es z.B. Schleiermacher, Heidegger, Gadamer, Schütz oder Steiner. Dies gemahnt die Hermeneutiker an ihre geistigen Urheber. Einer der großen Verfechter des hermeneutischen Ansatzes beim Übersetzen war Fritz Paepcke. Er hätte am 6. Juni 2016 seinen 100. Geburtstag feiern können, und so wird es auf der Tagung auch eine kleine Gedenkstunde an ihn und sein Werk geben.

Die dritte Konferenz findet im Rahmen von zwei Tagen, dem 30. Juni und 01. Juli 2016 an der Technischen Hochschule in Köln statt. Eine Auswahl der Beiträge wird in Zusammenarbeit mit Zeta Books publiziert werden. Die Teilnehmer sind jetzt schon hingewiesen auf den ersten Band: Hermeneutics: The First Symposium, edited by Radegundis Stolze, Dr. John Stanley and Larisa Cercel (Zeta Books, 2015). Der Sammelband des zweiten Symposions erscheint 2016.

Als Hauptredner haben wir dieses Jahr Prof. Anthony Pym eingeladen. Er wird sprechen über: “Modes of Erlebnis within translation knowledge” und sich mit den Formen auseinandersetzen, wie Praxis, Beteiligung, Engagement und Aktivismus jeweils besondere Wissensformen beim Übersetzen bewirken (und warum Empirik meist noch besser ist).

Außerdem werden folgende Wissenschaftler einen Vortrag halten:

  • Dr. Philippe Forget: „Grenzen und Möglichkeiten der (Paepckeschen) Hermeneutik“
  • Prof. Alberto Gil: „Paepckes Evidentia-Begriff in seinen rhetorisch-translatologischen Dimensionen“
  • Prof. Douglas Robinson: “The 心 of the Foreign: Ancient Daoist and Confucian Influence on German Romantic Translational Hermeneutics”
  • Dr. Holger Siever: „Komplexes Denken: eine Herausforderung auch für die Übersetzungshermeneutik“
  • Dr. Radegundis Stolze: „Zur Anschlussfähigkeit der Hermeneutik in der Übersetzungswissenschaft”

MÖGLICHE THEMEN

Wir möchten zu Beiträgen über neue, für die Übersetzungshermeneutik relevante Forschungsbereiche einladen. Im Folgenden sind einige mögliche Themen aufgeführt:

  • Die „Sache“ der Translationsforschung hermeneutisch definieren
  • Anhand der Hermeneutik und Phänomenologie die Implikationen der Subjektivität im Übersetzer beschreiben
  • Das „Übersetzen“ durch Hermeneutik sowohl der Philosophie als auch den empirischen Wissenschaften vermitteln
  • Die Relevanz der Hermeneutik für multimediale Translation
  • Theologische Hermeneutik und die Übersetzung sakraler Texte in den Weltreligionen
  • Der hermeneutische Ansatz in der Übersetzungsdidaktik
  • Der Ort individuellen Wissens und von Erfahrung beim Übersetzen
  • Die Frage der Möglichkeit einer hermeneutischen Methode
  • Die Rolle eines „Vorverständnisses“ von Geschichte und/oder Kulturen im Prozess von Interpretation und Übersetzung

PROGRAMM

Die Konferenz wird am Morgen des 30. Juni 2016 beginnen und am 01. Juli gegen 17:00 Uhr enden. Es werden Vorträge gehalten sowie Podiumsdiskussionen geführt. Um eine weiterführende Diskussion in einer lockeren Atmosphäre zu fördern, wird am 30. Juni zu einem gemeinsamen Abendessen im Haus der Familie Stanley eingeladen.

ORT

Die Konferenz findet in der Rotunde, einem großen, kreisförmigen Raum der Technische Hochschule Köln mit Blick auf das Rheinufer, statt.

VORTRAGS- UND PANELVORSCHLÄGE

Es wird darum gebeten, Kurzfassungen der Vorträge als Word-Dokument in einem E-Mail-Anhang an Dr. John Stanley zu schicken. Die Abstracts der Panels und Vorträge sollten 300 - 500 Wörter umfassen und eine Liste der Podiumssprecher beinhalten (Name und Institutszugehörigkeit). Die Panels sollten außerdem ein eindeutig definiertes Thema haben und aus einer 90 minütigen Diskussion bestehen. Alle Einsendungen sollten außerdem ein kurzes Autorenprofil enthalten.

SPRACHEN

Auf der Konferenz wird Deutsch und Englisch gesprochen. Bitte schicken Sie uns Ihre Abstracts in der Sprache, in der der Vortrag gehalten oder die Podiumsdiskussion geführt wird.

FRISTEN

Der Einsendeschluss für die Abstracts und Panelvorschläge ist der 21. Februar 2016. Das wissenschaftliche Komitee wird seine Entscheidung potentiellen Rednern etwa am 15. März 2013 mitteilen.

WISSENSCHAFTLICHES KOMITEE

Radegundis Stolze, Larisa Cercel, Dr. John Stanley, Brian O‘Keeffe

PUBLIKATION

Eine Auswahl an Beiträgen wird in einem Sammelband publiziert werden.

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