Besuch aus Kolumbien

Eine Studierendengruppe von der Universidad de Cartagena, Kolumbien, besuchte am 29. Mai den Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln. Die öffentliche Hochschule wurde 1827 gegründet und gehört somit in den Kreis der ältesten Universitäten Kolumbiens.

Derzeit werden dort rund 25.000 Studierende ausgebildet. Unter den Alumni zählen mehrere kolumbianische Politiker und Schriftsteller, u. a. der Nobelpreisträger für Literatur (1982) Gabriel García Márquez.

Die Studierendengruppe befindet sich auf einer zweiwöchigen, vom DAAD teilfinanzierten Studienreise durch Deutschland. Sie studieren Systems Engineering, das ein interdisziplinärer Ansatz ist, um komplexe technische Systeme in großen Projekten zu entwickeln und zu realisieren. Die jungen Akademiker haben sich gezielt den Campus Gummersbach ausgesucht, um dort die Lehrbereiche innerhalb der Informatik kennen zu lernen.

Begrüßt wurde die Gruppe von Martina Brüderle, Referat für Internationale Angelegenheiten, die den Besuchern die Struktur und das Studienangebot der Fachhochschule Köln vorstellte. Anschließend bekamen die Gäste einen persönlichen Erfahrungsbericht von Margarita Alejandra Rebolledo Coy, selbst Kolumbianerin, über ihr Studium im Master of Engineering in Automation & Industrial IT sowie ihrer aktuellen Promotion und Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Roboter wurde so programmiert, dass sie den Besuchern den Macarena vortantzten.Dipl.-Ing. Axel Kuhn zeigte verschiedene Roboter, darunter ein Exemplar, der so programmiert wurde, dass er für die Studierenden Macarena tanzte. (Bild: International Office / FH Köln)

Nächster Programmpunkt war das ADV-Labor.  Prof. Dr. Horst Stenzel demonstrierte verschiedene 3D-Scan- und Druckverfahren. In einem kurzen Video wurde das Druckverfahren präsentiert und die Besucher konnten sich einige erzeugte 3D-Modelle ansehen, die an den 3D-Druckern am Campus Gummersbach erstellt wurden. Anschließend führte die Besichtigung des Campus ins Labor für Robotik des Instituts für Automation & Industrial IT.  Dipl.-Ing. Axel Kuhn zeigte verschiedene Roboter, darunter ein Exemplar, der so programmiert wurde, dass er für die Studierenden Macarena tanzte.

Abschließend informierte Frau Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke, Leiterin des Institutes für Informatik der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften über die Studienmöglichkeiten am Institut.

Systems Engineering

Systems Engineering umfasst die wesentlichen Ingenieurtätigkeiten, die zur Entwicklung komplexer Produkte notwendig sind. Dazu zählen unter anderem die Systementwicklung und -analyse, Anforderungsentwicklung, Konfigurations- und Risikomanagement als auch die Verifikation und Validierung. Diese Studienrichtung, die in Deutschland zwischenzeitlich von immer mehr Hochschulen angeboten wird, ist ein interdisziplinärer Ansatz, um komplexe technische Systeme in großen Projekten zu entwickeln und zu realisieren. Systems Engineering integriert verschiedene Ingenieursdisziplinen und Fähigkeiten in einen einheitlichen, teamorientierten und strukturierten Prozess.

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