Besuch aus den Niederlanden

Gruppe Studierender aus Leiden (Bild: Martina Brüderle / FH Köln)

Die Studienvereinigung „De Leidsche Flesch“ der Universität Leiden besuchte am 26. Januar den Campus Deutz der Fachhochschule Köln.

Die 1575 gegründete Universität Leiden, Alma Mater von 9 Nobelpreisträgern und 7 weiteren Gastwissenschaftlern die Nobelpreise erhielten, ist die älteste und traditionsreichste Universität der Niederlande. Seit 2011 sind das Leiden Institute of Advanced Computer Science der Universität Leiden und die Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule Köln Kooperationspartner. De Leidsche Flesch ist eine Studienvereinigung für Studierende der Naturwissenschaften, Mathematik, Astronomie und Informatik, die 1923 gegründet wurde. Die Studienvereinigung unternimmt jedes Jahr eine Studienreise zu wechselnden europäischen Orten, die von wissenschaftlichem Interesse sind. Dieses Jahr stehen Köln und Bonn auf dem Besuchsplan und die Studierenden richten bei dieser Reise ihren Fokus auf die Physik.

Die Studienvereinigung wurde von Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein der Fakultät Informatik und Ingenieurwissenschaften und Frau Martina Brüderle vom International Office der Fachhochschule Köln begrüßt. Den niederländischen Gästen wurde ein fachbezogenes Vortragsprogramm geboten, mit Beiträgen von Prof. Dr. Bartz-Beielstein und Prof. Dr. Kurtz aus der Fakultät für Informatik und Ingenieurwesen sowie Prof. Dr. Stollenwerk von der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion. Im Anschluss an das Vortragsprogramm wurden die niederländischen Gäste durch die Physiklabore am Campus Deutz geführt.

Laborbesuch am Campus DeutzLaborbesuch am Campus Deutz (Bild: Martina Brüderle / FH Köln)

Zurzeit ist die Kooperation nur auf den Bereich der Informatik begrenzt. Die Vermittlung von Studienprogrammen, insbesondere weiterführenden PhD-Programmen ist Vertragsinhalt. Einige Mitarbeiter der Fachhochschule Köln konnten auf diese Vermittlung bereits zurückgreifen. Eine zukünftige Ausweitung der Kooperation auf andere wissenschaftliche Disziplinen ist erstrebenswert, so dass beide Partner die guten Kontakte weiter pflegen und intensivieren werden.

Information

Die Leidener Flasche, auf Niederländisch „Leidsche Flesch“ (gem. Orthografie vor der niederl. Rechtschreibreform 1947), auf die sich der Name der Studienvereinigung bezieht,  ist eine Kondensationsflasche - die älteste Form eines Kondensators. Das Prinzip der Leidener Flasche wurde unabhängig voneinander vom niederländischen Physiker und Mediziner Pieter van Musschenbroek und dem deutschen Wissenschaftler Ewald Georg von Kleist im 18. Jhd. bei Laborversuchen entdeckt. Leidener Flaschen, auch Kleistsche Flaschen genannt, besitzen eine hohe Spannungsfestigkeit, weswegen sie als Hochspannungskondensatoren eingesetzt werden.

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