Berufungsverfahren

Berufungsverfahren umfassen das gesamte Bewerbungs- und Einstellungsverfahren für Professorinnen und Professoren sowie ProfessorenvertreterInnen bis zur Ruferteilung durch den Präsidenten. Die Einstellungsverfahren für Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden analog Berufungsverfahren durchgeführt.

Verfahrensablauf

Der Fakultätsrat beschließt über die Wiederbesetzung und die Stellenbeschreibung einer Stelle. Die Fakultät beantragt die Zuweisung der Stelle beim Präsidenten unter Vorlage der vollständigen Unterlagen zur Ausrichtung der Stelle, ggfs. in Verbindung mit Änderung des Aufgabengebietes. Das Präsidium entscheidet über die Zuweisung der Stelle auf der Grundlage des Zuweisungsgespräches. Anschließend kann die Ausschreibung der Stelle veranlasst werden.

Ausschreibung
Stellenausschreibungen für Professorenstellen werden  in den überregionalen Medien veröffentlicht. Darüber hinaus können bei der Erstausschreibung auch andere Stellen in einer überregionalen Zeitung und in einer Zeitschrift veröffentlicht werden.

Registrierung der Bewerbungen
Alle eingehenden Bewerbungen werden registriert und nach einer formalen Prüfung der Einstellungsvoraussetzungen an die jeweilige Fakultät gesandt.  Die Gleichstellungsbeauftragte und die Schwerbehindertenvertretung werden informiert.

Auswahl
Die Auswahl der BewerberInnen nehmen die Berufungskommissionen vor. Nach Auswahl erstellt die/der Vorsitzende des Berufungsausschusses einen vorläufigen Abschlussbericht. Die Dekanin/der Dekan stellt mit der Vorsitzenden/dem Vorsitzenden den vorläufigen Berufungsvorschlag im Präsidium vor. Das Präsidium beschließt über die Weiterführung des Verfahrens. Anschließend können die vergleichenden Gutachten eingeholt und der abschließende Bericht erstellt werden.

Rangliste
Danach beschließt der Fakultätsrat über die von der Berufungskommission erstellte Rangliste. Die Fakultät legt den Vorschlag mit dem Abstimmungsergebnis des Fakultätsrates sowie den Voten der Studierenden, der Gleichstellungsbeauftragten, ggf. des Schwerbehindertenvertreters und den externen Gutachten dem Präsidenten vor. Die Personalabteilung prüft den Vorschlag auf Vollständigkeit und Vorlage aller formalen Kriterien. Es wird eine Vorlage für die abschließende Abstimmung im Präsidium erstellt.

Einstellung
Nach der Rufannahme und Berufungsverhandlungen mit der Hochschule erfolgt die Einstellung in der Regel durch Aushändigung einer Ernennungsurkunde zur Begründung des Beamtenstatus. Bei Überschreiten der Altersgrenze von 50 Jahren erfolgt die Einstellung im Angestelltenverhältnis.

Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis auf Probe zur Feststellung der pädagogischen Eignung innerhalb eines Jahres. Während des Probejahres begleitet eine Gutachterkommission den/die ProfessorIn und erstellt eine Abschlussempfehlung zur Verbeamtung auf Lebenszeit.

Lehrkräfte für besondere Aufgaben unterliegen nicht den besonderen Regelungen für den Ablauf eines Probejahres wie Professorinnen und Professoren. Es gilt hier neben dem Landesbeamtengesetz die Laufbahnverordnung.

Berufungsverhandlungen

Die Verhandlungen sind auf unterschiedlichen Ebenen verankert, um sicherzustellen, dass die Hochschulleitung die Fakultäten rechtzeitig und erfolgreich bei der Gewinnung der Professorinnen und Professoren unterstützen kann.

Zeitlicher Ablauf

  • Gespräch mit dem Personalreferat über die persönlichen und dienstrechtlichen Voraussetzungen, nachdem die Bewerber die schriftliche Absichtserklärung erhalten haben, dass der Präsident ihre Berufung beabsichtigt.
  • Gespräch mit der Fakultät über die Ausgestaltung der Lehre und Darstellung der Arbeitsbedingungen in der Fakultät. Das Gespräch findet parallel zu 1. statt.
  • Verhandlung mit dem Präsidium über Erstausstattung (s. Berufungsmittel). Die/der Neuberufene soll von seiner zukünftigen Dekanin oder seinem zukünftigen Dekan begleitet werden. Der Zeitpunkt sollte frühzeitig vor Dienstbeginn sein, aber erst wenn konkrete Vorstellungen über die Ausstattung vorliegen.
  • Zwischengeschaltet ist das Gespräch mit dem Präsidenten zur Unterzeichnung der Niederschrift und Festlegung des Einstellungstermins.
  • Nach den Gesprächen 1-3 soll das Gespräch mit dem Präsidenten geführt werden, um die verbindliche Ruferteilung vorzunehmen.
  • Gespräch mit dem Präsidenten anlässlich der Urkundenübergabe über Bedingungen in Lehre und Forschung.

Antragsverfahren
Ein Berufungsverfahren wird immer durch Antrag auf Zuweisung einer Stelle von der jeweiligen Fakultät beim Präsidium beantragt.

Für die Ausschreibung der Stelle sind von der Fakultät auf dem Formular Ausschreibung von Professorinnen- und Profesorenstellen bestimmte Angaben zu liefern. Danach läuft das eigentliche Berufungsverfahren automatisch weiter.


Rechtsgrundlagen

  • §§ 37 – 39 Hochschulgesetz
  • Einzelerlasse des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW
  • Grundordnung der TH Köln
  • Berufungsordnung der TH Köln
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