Probleme der Kulturfairness in beruflichen Auswahlverfahren

Umbrüche – Aufbrüche, 07. Juli 2015

Logo des Kölner Themenjahrs 2015 (Bild: Kölner Wissenschaftsrunde)

Test- und Auswahlverfahren können kulturelle Verzerrungen aufweisen, die die Chancen bestimmter sozialer Gruppierungen positiv oder negativ beeinflussen. Prof. Dr. Rainer Leenen stellt eine Studie zur Kulturfairness gegenüber Bewerbern mit Migrationshintergrund vor.

Auf einen Blick

Probleme der Kulturfairness in beruflichen Auswahlverfahren

Umbrüche – Aufbrüche

Wann?

  • 07. Juli 2015
  • ab 18.30 Uhr

Wo?

Campus Südstadt
Ubierring 48
Hörsaal 201

Veranstaltungsreihe

Umbrüche – Aufbrüche

ReferentIn

Prof. Dr. Rainer Leenen

Veranstalter

Kölner Wissenschaftsrunde, Fachhochschule Köln


Neben „Teilhabe“ und „interkultureller Kompetenz“ ist „Kulturfairness“ einer der Schlüsselbegriffe in der politischen Diskussion um eine „interkulturelle Öffnung“ der öffentlichen Verwaltung. Man spricht von einem „cultural bias“, wenn Test- und Auswahlverfahren Verzerrungen aufweisen, die die Chancen bestimmter sozialer Gruppierungen positiv bzw. negativ beeinflussen. Eine solche kulturelle Verzerrung kann auftreten, wenn vor dem Hintergrund einer bestimmten Kultur ein Verhalten als „richtig“ oder erwartbar unterstellt wird, das nicht in jedem kulturellen Umfeld als normal angesehen wird. Das könnte z.B. die Art des Auftretens vor einer Auswahlkommission, die Reaktion im Rollenspiel eines Assessment Centers oder auch eine bestimmte Fragestellung in einem Intelligenztest betreffen. Anhand von Daten eines Auswahlverfahrens für den öffentlichen Dienst wird analysiert, inwieweit die Erfolgschancen von Bewerberinnen und Bewerbern mit Migrationshintergrund dem Kriterium der Kulturfairness entsprechen und diskutiert, ob und
wie man solche Verfahren hinsichtlich ihrer „Kulturfairness“ optimieren kann.

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