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        <title><![CDATA[20 junge Forscher*innen entdecken die Chemie]]></title>
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        <author><![CDATA[Michael Weber-Kopal]]></author>
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        <erstellungsdatum>2026-06-05T09:23:28Z</erstellungsdatum>
        <bearbeitungsdatum>2026-06-15T08:44:49Z</bearbeitungsdatum>
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        <teaser_text><![CDATA[Im Rahmen der „Kölner KinderUni“ lernten 20 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren zwei spannende Forschungsbereiche der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften kennen. Mit großer Neugier und Begeisterung arbeiteten die jungen Forscher*innen wie professionelle Wissenschaftler*innen in den Laboren am Campus Leverkusen.]]></teaser_text>
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        <publish_date>2026-06-11T16:01:00Z</publish_date>
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        Innovative Filter f&uuml;r sauberes Wasser

Professor Dr. St&eacute;phan Barbe aus dem Bereich der &bdquo;Angewandten Chemie&ldquo; begann seinen Kurs mit spannenden Fragen zur Wasserqualit&auml;t: &bdquo;Woher kommt unser Wasser? Und was passiert eigentlich mit verunreinigtem Wasser?&ldquo; Einige Kinder wussten bereits, dass Wasser in Kl&auml;rwerken gereinigt wird. Prof. Dr. St&eacute;phan Barbe erkl&auml;rte ihnen, dass nicht alle Substanzen vollst&auml;ndig aus dem Wasser entfernt werden k&ouml;nnen.

&bdquo;Viele Medikamente scheiden wir &uuml;ber den Urin aus&ldquo;, so Prof. Dr. St&eacute;phan Barbe, &quot;und einiger diese Substanzen sammeln sich zunehmend in Gew&auml;ssern an, was in h&ouml;heren Konzentrationen zu gesundheitlichen Risiken f&uuml;hren kann.&quot; Um diesem Problem entgegenzuwirken, forscht Prof. Dr. St&eacute;phan Barbe mit seiner Arbeitsgruppe an innovativen Filtern aus Zelluloseacetat und Aktivkohle, die genau diese Schadstoffe aus dem Wasser adsorbieren k&ouml;nnen.

Zwei Kinder stehen am Kapselbrett und stellen echte Kapseln her.
Im Rahmen der „Kölner KinderUni“ lernten 20 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren zwei spannende Forschungsbereiche der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften kennen. Mit großer Neugier und Begeisterung arbeiteten die jungen Forscher*innen wie professionelle Wissenschaftler*innen in den Laboren am Campus Leverkusen.
20 junge Forscher*innen entdecken die Chemie

Hanae Sidali zeigt den Kindern, wie Lösemittel durch einen Rotationsverdampfer zurückgewonnen werden.
Die jungen Forscher*innen geben Natriumalginat-Lösung tropfenweise mit einer Pipette in flüssiges Calciumchlorid.
Prof. Dr. Heiko Schiffter-Weinle demonstriert den Kindern die ausgehärteten Alginat-Perlen (Gelkapseln).

Prof. Dr. Stéphan Barbe führt die jungen Forscher*innen in die Methoden der Wasserreinigung ein.
Im Labor betrachteten die Kinder die aus Membranen und Gewirken bestehenden Filter aus n&auml;chster N&auml;he und stellten sogar eine Membran selbst her. Bei einem Laborrundgang mit Thomas Millenautzki, Melanie Schulz und den wissenschaftlichen Hilfskr&auml;ften Daniel Esser, Hanae Sidali und Julia Jakobi lernten sie im Anschluss verschiedene Methoden der modernen Wasserreinigung kennen. An einer Filtrationsanlage konnten sie beobachten, wie mit Farbstoff versetztes Wasser &ndash; das Schadstoffe simulieren sollte &ndash; unter leichtem Druck durch die Membran gepresst wurde. Dabei wurde der Farbstoff in der Membran adsorbiert, sodass am Ende der Filtration klares Wasser austrat. Au&szlig;erdem verfolgten die jungen Forscher*innen die Adsorptionsf&auml;higkeit der mit Aktivkohle beschichteten Gewirke in einem R&uuml;hrreaktor sowie in einzelnen Flaschen auf einer R&uuml;hrplatte &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum. Das urspr&uuml;nglich blaue Wasser wurde dabei nach und nach immer klarer.

Echte Kapseln selbst herstellen &ndash; wie in der Apotheke

Wie kommen Medikamente sicher und wirkungsvoll im K&ouml;rper an? Diese Frage stand im Labor der pharmazeutischen Chemie von Prof. Dr. Heiko Schiffter-Weinle im Mittelpunkt. Prof. Dr. Heiko Schiffter-Weinle erkl&auml;rte den jungen Forscher*innen, dass viele Wirkstoffe in kleinen Kapseln versteckt sind, die sie sch&uuml;tzen und ihre gezielte Freisetzung erm&ouml;glichen. Mithilfe eines sogenannten Kapselbretts stellten die Kinder echte Kapseln her &ndash; genau wie die aus der Apotheke.&nbsp;Die Kapseln enthielten dabei ausschlie&szlig;lich Lactose-Monohydrat und keinen Wirkstoff.

Au&szlig;erdem machten Prof. Dr. Heiko Schiffter-Weinle und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Selma Chorevska und Victoria Behnke die KinderUni-Gruppe mit einer zweiten Verkapselungsmethode vertraut: der ionischen Gelierung.&nbsp;Die ionische Gelierung wird in der Pharmaforschung angewandt, um Mikropartikel mit verkapseltem Wirkstoff herzustellen, die nach dem gleichen Prinzip entstehen wie der bekannte Bubble Tea.&nbsp;Unter Anleitung f&auml;rbten die jungen Forscher*innen Natriumalginat blau ein und gaben die L&ouml;sung tropfenweise mit einer Pipette in fl&uuml;ssiges Calciumchlorid. Dabei konnten sie eine echte chemische Reaktion beobachten: Die Tropfen erstarrten sofort und bildeten kleine Gelkapseln, die wie die Perlen im Bubble Tea aussahen.

F&uuml;r die Wissenschaftler*innen der Fakult&auml;t war der Austausch mit den Kindern &ndash;insbesondere ihre vielen Fragen und eigenen Perspektiven &ndash;&nbsp;eine gro&szlig;e Bereicherung. Wir freuen uns auf weitere spannende Veranstaltungen und darauf, noch viele junge Entdecker*innen am Campus Leverkusen willkommen zu hei&szlig;en!



Zudem beobachten die angehenden Wissenschaftler*innen Vorversuche zur Schadstoffbeseitigung auf einem Orbitalrüttler.

Im Labor verfolgen die Kinder den Entfärbungsvorgang von Wasser in einer Rührkesselkaskade.
Daniel Esser erklärt der KinderUni-Gruppe die Funktionsweise einer Rührplatte mit Heizfunktion.

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