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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Prof. Dr. Markus Ottersbach

Prof. Dr. Markus Ottersbach

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Prof. Dr. Angela Tillmann

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Call for Paper: 18. Internationale Migrationskonferenz Migration – Medien – Öffentlichkeit

Medien und Öffentlichkeit haben eine große Bedeutung in modernen, globalisierten und digitalisierten Gesellschaften. Die Medien generieren Informationen und stellen sie für die gesellschaftliche Kommunikation zur Verfügung; zugleich werden die Informationen in der Öffentlichkeit aufgegriffen und mit eigenen Informationen, Kommentaren und Positionierungen weiter verbreitet.

Die digitalen Medien erlauben einen direkten Kontakt von Öffentlichkeit und professionellen Medienmachenden wie auch zwischen verschiedenen Teilöffentlichkeiten. Der Einfluss der Digitalisierung hat die Debatten über Migration und den gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema Migration verändert.

In diesem Kontext lassen sich verschiedene Bereiche differenzieren, die für die Forschung von Interesse sind. Einerseits ist die klassische journalistische Medienberichterstattung in Text, Bild und Ton zu nennen, die sich an die Öffentlichkeit generell oder – wie im Fall der sog. „Ethnomedien“ – speziell an Migrantinnen und Migranten bzw. an bestimmte nationale resp. ethnische, sprachliche Migrantengruppen richtet. Diese Art der Berichterstattung trägt entscheidend dazu bei, welches Wissen und welche Bilder und Einstellungen über Migration und Migrantinnen und Migranten verbreitet und (re-)produziert werden. Im Zuge der Digitalisierung haben heute aber auch Laien über die sog. interaktiven Medien – insbesondere über Social Media – die Möglichkeit, ihre Informationen, Positionen und auch eigene Erfahrungen mit Migration auf (halb-)öffentlichen Plattformen zu veröffentlichen. Über Social Media pflegen Migrantinnen und Migranten darüber hinaus grenzüberschreitende Kontakte zur Familie, zu Freunden usw. und schaffen damit eine transnationale Öffentlichkeit. Sie nutzen die Medien nicht zuletzt auch, um sich über Migrationswege, Möglichkeiten der Migration und auch Gefahren zu informieren. 

Im Kontext von Migration werden Medien somit auf verschiedenen Ebenen wirksam. Einerseits können sie zur Berichterstattung und zur Herstellung und Förderung bestimmter Images über Migrantinnen und Migranten beitragen, andererseits werden Medien aber auch als Erinnerungs-, Kommunikations- und Koordinationswerkzeuge genutzt. Spätestens seit den 1960er Jahren wird der Zusammenhang zwischen Migration, Medien und Öffentlichkeit systematisch wissenschaftlich erforscht. Durch aktuelle Ereignisse, wie z.B. die so genannte „Flüchtlingskrise“ (2015/16) oder die „Kölner Silvesternacht“ (2016), ist das Thema der „medialen Integration“ erneut stark aufgewertet worden. Der mediale Umgang mit diesen Ereignissen zeigt einerseits, dass Medien differenziert und umfassend über diese Ereignisse berichten, andererseits zeigt sich, dass Medien und Öffentlichkeit das Thema Migration oft immer noch im Kontext von religiösem Fundamentalismus/Extremismus, Kriminalität und Gefahr situieren, dass Migration für sie vor allem einen negativ konnotierten sozialen Prozess darstellt und Migrantinnen und Migranten dabei vor allem als Objekte der Zuschreibung erscheinen. Zugleich zeigt ein Blick auf die Nutzung der Neuen Medien aber auch, dass hier neue Formen von Gegenöffentlichkeiten entstehen.

Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der internationalen Konferenz Forschungen insbesondere zur Frage nach dem Zusammenhang zwischen Migration, Medien und Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden. Herausgearbeitet werden soll z.B., welche Zusammenhänge es zwischen Medien und Öffentlichkeit bzgl. des Themas Migration gibt, wie Menschen dieses Verhältnis wahrnehmen und gestalten und welche politischen Einflüsse damit verbunden sind. Dabei können auch historische oder internationale Perspektiven thematisiert werden. Von Interesse sind auch Studien zur (Re-)Präsentation von Migrantinnen und Migranten in den Medien, zur Frage, inwiefern Menschen mit Migrationshintergrund an der Produktion von Medien beteiligt sind und welche Medien von Migrantinnen und Migranten aus welchen Gründen und Motiven rezipiert werden. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Frage nach den Folgen der Medienvielfalt und der digitalen, globalen bzw. transkulturellen Vernetzung. Interessant sind auch Beiträge zu Migration, Medien und Öffentlichkeit unter Bezug auf das Lebensalter und / oder das Geschlecht wie auch den Spracherhalt bzw. auf individuelle wie gesellschaftliche Mehrsprachigkeit. Ein weiteres Themenfeld ist der Bereich Bildung. Die Frage ist, wie Schule und Bereiche der Sozialen Arbeit das Thema Migration in ihrer alltäglichen Praxis behandeln und reflektieren, sowohl in Bezug auf eigene Lehrmaterialien als auch bezogen auf eine kritisch-reflektierte und kreative Auseinandersetzung mit der Berichterstattung über Migrantinnen und Migranten und das eigene Medienhandeln.

Themenbereiche (bitte im Proposal angeben):

  • Zusammenhänge zwischen Migration, Medien und Öffentlichkeit, auch historische und international vergleichende Beiträge
  • (Re-)Präsentation von Migrantinnen und Migranten in den Medien
  • Partizipation von Migrantinnen und Migranten in der Medienproduktion
  • Rezeption von Medien durch Migrantinnen und Migranten
  • Die Medienvielfalt und ihre Folgen
  • Digitale (Teil-)Öffentlichkeiten, Migration und Migrantinnen und Migranten
  • Medienrezeption in Abhängigkeit vom Lebensalter, Geschlecht, (formaler) Bildung und ökonomischen Ressourcen
  • Die Rolle der Medien in Schule und Sozialer Arbeit
  • Medien, Öffentlichkeit und Erinnerungskulturen

Einreichung

An einem Vortrag Interessierte werden gebeten, ein Proposal von max. 500 Wörtern (inklusive Vortragstitel, Kurzbiografie sowie Kontaktadresse [E-Mail, Telefon und Postadresse]) einzureichen.
Alle Informationen zum Call for Papers finden Sie hier in deutsch/ englisch.
Bitte geben Sie an, welchem Schwerpunktthema Sie Ihren Beitrag zuordnen und verwenden Sie zur Einreichung des Proposals das Online-Formular unter: www.migrationskonferenz.ch

Bitte geben Sie an, ob Sie in beiden Konferenzsprachen (Deutsch und Englisch) oder nur in einer der beiden referieren / diskutieren möchten.

Eingabe des Proposals bis: 31. Dezember 2017 

Einreichen des Proposals an: Tobias Studer, tobias.studer@fhnw.ch

Rückmeldung an die Einreichenden bis: 28. Februar 2018 

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch 

Informationen: www.irm-trier.de und www.migrationskonferenz.ch

Veranstaltende

  • Kompetenzplattform für Migration, interkulturelle Bildung und Entwicklung (KOPF) und der Forschungsschwerpunkt „Medienwelten“ der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Köln (Deutschland)
  • Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW (Olten, Schweiz)
  • Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH (Dudelange, Luxemburg)
  • Institut für Regional- und Migrationsforschung IRM (Trier, Deutschland)

Mitglieder der Programmkommission

  • Dr. Muharrem Acikgöz, Gaziantep University (Türkei)
  • Yasemin Ahi, IRM, Istanbul (Türkei)
  • Dario Cieol, Centre de Documentation sur les Migrations Humaines CDMH, Dudelange (Luxemburg)
  • Dr. Philipp Eigenmann, IRM und Universität Zürich (Schweiz)
  • Prof. Dr. Dieter Filsinger, Fakultät für Sozialwissenschaften, Department Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) (Deutschland)
  • Prof. Dr. Thomas Geisen, Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten und IRM (Schweiz)
  • Gwendolyn Gilliéron (IRM, Marokko)
  • Sevda Güneş (IRM, Schweiz)
  • Prof. Dr. em. Marianne Krüger-Potratz, Universität Münster (Deutschland)
  • Dr. Bruno Michon, ESTES / Université de Strasbourg (Frankreich)
  • Prof. Dr. Markus Ottersbach, Technische Hochschule Köln (Deutschland)
  • Prof. Dr. Ulla Peters, IRM und Universität Luxemburg (Luxemburg)
  • Antoinette Reuter, IRM (Luxemburg)
  • Prof. Dr. Karin Elinor Sauer, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen (Deutschland)
  • Dr. Tobias Studer, IRM und Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten (Schweiz)
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