InnovAGe Teammitglieder im Portrait

Hier werden die verschiedenen Teammitglieder des Forschungsinstituts InnovAGe näher vorgestellt.

Duc Son Nguyen - InnovAGe Doktorand im Forschungsbereich Pharmazeutische Technologie

InnovAGe Doktorand Duc Son Nguyen InnovAGe Doktorand Duc Son Nguyen (Bild: Mi Steinbach - TH Köln)

Seit Dezember 2016 promoviert unser Doktorand Duc Son Nguyen bei Prof. Dr. Heiko Schiffter am Forschungsinstitut InnovAGe, im Themengebiet der „Herstellung und Stabilität von ausgewählten Defekturen“. Geboren und aufgewachsen ist Duc Son in Werdau in Sachsen, von wo aus er für sein Pharmazie-Studium an der Friedrich Schiller Universität nach Jena zog. Im Anschluss schloss er den Diplomstudiengang Pharmazie mit dem Schwerpunkt Qualitätssicherung ebenfalls an der Universität Jena ab. Damit ist Duc Son eine kleine Rarität und darf sich nicht nur als approbierter Pharmazeut bezeichnen, sondern auch als Diplom-Pharmazeut.

Zum Forschungsinstitut InnovAGe kam Duc Son auf seiner Suche nach einer Promotion im Bereich der pharmazeutischen Technologien mit dem Schwerpunkt der Qualitätssicherung. „In diesem Themengebiet eine Promotionsstelle zu finden ist gar nicht so einfach. In diesem Bereich der Forschung wird die Qualitätssicherung nicht unbedingt fokussiert.“, so Duc Son über sein Promotionsthema. Umso glücklicher war er, als er über Kollegen und Gespräche mit seinen Mitpraktikanten in Jena, auf die von Prof. Heiko Schiffter ausgeschriebene Stelle an der TH Köln stieß.

Den Vorteil seine Promotion an der TH Köln zu absolvieren, sieht Duc Son vor allem in den vielen Möglichkeiten, die ihm hier geboten werden. „Die TH Köln ist eine Hochschule und keine Universität, aber genau hier liegt auch der Vorteil. Thematisch ist die TH Köln sehr breit aufgestellt. Sie ist bunt und vielseitig, es gibt unglaublich viele Kontakt- und Austauschmöglichkeiten. An der Universität bleibt man doch eher in seiner eigenen Arbeitsgruppe und kooperiert bzw. interagiert weniger stark mit anderen Gruppen. Das ist an der TH Köln und dem Forschungsinstitut InnovAGe anders. Die Arbeit lebt hier von interdisziplinären Interaktionen und dem Austausch mit anderen, auch über die TH Köln hinaus.“, so Duc Son über seine Entscheidung an der Hochschule zu promovieren. Auch auf die Nachfrage zum Thema seiner Promotion hat er eine klare Antwort: „Was mich besonders freut ist, dass aus meiner Promotion ein direkter praktischer Nutzen hervor geht. Ich arbeite an einem konkreten Ziel, welches auf eine direkte Antwort hinausläuft. Die Forschungsthematik ist damit absolut praxisbezogen. Außerdem kooperieren wir unmittelbar mit der Industrie und kleineren Firmen zusammen und haben auch dadurch einen starken Praxisbezug.“

Wenn man Duc Son danach fragt welche drei Wörter das Forschungsinstitut InnovAGe am besten beschreiben, sagte er: „ Praxisorientiert, sympathisch und lösungsorientiert“. Am Forschungsinstitut InnovAGe schätzt er vor allem die interessanten Angebote und, dass die Forschungsthemen der Promovierenden miteinander vernetzt sind. Laut Duc Son hat man so die Möglichkeit interdisziplinär und kooperativ zu arbeiten. Durch die angebotenen Seminare und Workshops hat man zudem regelmäßigen Kontakt zu den anderen Promovierenden und erhält die Möglichkeit, sich in einem professionellen Rahmen mit anderen, auch disziplinübergreifend, auszutauschen. Dies stärke auch die persönlichen Soft Skills und das eigene Netzwerk, da man erlernt seine eigenen Ergebnisse kompakt, allgemeinverständlich und fächerübergreifend zu präsentieren und darzustellen. „Man hat die Möglichkeit sich in einem breit-gefächerten Feedback-orientierten Umfeld selbst auszuprobieren und zu erproben.“, so der junge Doktorand. Außerdem, so betont er, seien die Betreuungsverhältnisse durchweg sehr gut und vor allem persönlich. Einen weiteren Vorteil, Mitglied im Forschungsinstitut zu sein, sieht er darin, dass die angeboten Veranstaltungen auf die Bedürfnisse der Promovierenden zugeschnitten werden. So zuletzt geschehen beim Career Day für Naturwissenschaftler im März 2019. „Wir hatten an diesem Tag die Möglichkeiten Kontakte in verschiedene Arbeitswelten zu knüpfen, konnten unsere Fragen offen stellen und uns in familiärer Atmosphäre informieren. Das war wirklich hilfreich und für die Zukunft sehr wertvoll. Ich freue mich jetzt schon auf noch viele weitere, mir hier am Forschungsinstitut, gebotenen Möglichkeiten“, so Duc Son.

Dr. Mareike Fröhling – Wissenschaftliche Koordinatorin des InnovAGe

Dr. Mareike Fröhling Dr. Mareike Fröhling - Wissenschaftliche Koordinatorin des InnovAGe (Bild: Mareike Fröhling - TH Köln)

Dr. Mareike Fröhling arbeitet seit Oktober 2019 als wissenschaftliche Koordinatorin im Forschungsinstitut InnovAGe. Nach dem Studium „Biologie der Zellen“ an der Universität Osnabrück, absolvierte sie ihre Promotion im Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin (IEMM) des Universitätsklinikums Münster im Bereich der Molekularen Entzündungsforschung der Erkrankungen Colitis, Psoriasis und Arthritis. In Ihrer anschließenden Zeit als PostDoc konnte sie ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie erweitern und war zuletzt im Inflammation Research Center (IRC) des Vlaams Instituut voor Biotechnologie (VIB) der Universität Gent im Department of Rheumatology in der Erforschung der Spondylarthritis sowie Osteoarthritis tätig. Damit erweitert und ergänzt sie das Team des InnovAGe hervorragend um die biomedizinische Komponente.

In ihrer Aufgabe als wissenschaftliche Koordinatorin ist sie nicht nur ein wichtiger Ansprechpartner für die Promovierenden und Professoren, sondern auch für den Vorstand. Somit agiert sie als Verbindungsglied zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Mareike liebt es im Team zu arbeiten und ihre Kollegen mit ihrer positiven Art zu motivieren. Neben ihrer hohen Affinität für die Forschung, beweist sie auch ein großes Organisations- und Koordinationstalent. Auf Letzteres darf Mareike verstärkt ihren Schwerpunkt legen bei InnovAGe: „Die Vereinigung aller meiner verschiedenen Leidenschaften hinsichtlich Organisation und Koordination, die Unterstützung der Doktoranden mit meiner wissenschaftlichen Expertise sowie den Ausbau meiner Erfahrungen auf dem Gebiet des Forschungsmanagements reizen mich sehr an meiner Stelle.“

Ihre vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgabengebiete sowie der Kontakt zu den verschiedenen Interessengruppen erfüllen und fordern Mareike. Durch den freundlichen und kollegialen Umgang im Institut ist es ein Arbeitsplatz zum Wohlfühlen. „Das InnovAGe ist ein noch sehr junges Forschungsinstitut. Darin liegt aber gerade seine Stärke, denn dadurch ist es dynamisch und offen für innovative Ideen. Die aktive Mitgestaltung aller bereitet große Freude“.

Fragt man Mareike Fröhling danach, warum sie eine Promotion am Forschungsinstitut InnovAGe empfehlen würde, betont sie insbesondere die enge inter- und intradisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Forschungsbereichen und der Industrie. „Dadurch und durch die hervorragende Betreuung der Doktoranden werden perfekte Bedingungen für eine Promotion geschaffen. Dazu ermöglichen die Hochschulstrukturen eine familiäre Atmosphäre mit kurzen Wegen, die sich positiv auf die Effizienz auswirken.“

Mareike Fröhling freut sich als wissenschaftliche Koordinatorin die verschiedenen Interessengruppen zu vereinen zur Förderung der gesellschaftsrelevanten Forschungsgebiete Neurodegeneration und Altersgebrechlichkeit, die weitere Entwicklung des Forschungsinstituts InnovAGe aktiv mitzugestalten und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs tatkräftig zu unterstützten.

Prof. Dr. Sherif El Sheikh - Geschäftsführender Direktor des InnovAGe

Prof. Dr. Sherif El Sheikh Prof. Dr. Sherif El Sheikh - Geschäftsführender Direktor des InnovAGe (Bild: TH Köln)

Prof. Dr. Sherif El Sheikh ist der geschäftsführende Direktor des Forschungsinstituts InnovAGe. Für ihn ist der Kern von InnovAGe die Interdisziplinarität in der Forschung und Ausbildung. „Im Grunde sind wir eine kleine Pharmafirma innerhalb der Fakultät – mit dem positiven Unterschied zu „echten“ Pharmafirmen: Wir bilden viele Promovierende aus.“ Die Forschungsstärke, der freie Ideenaustausch und die großartige intra- und interdisziplinäre Teamarbeit bereitet ihm große Freude.

Prof. Dr. El Sheikh ist einer der Mitbegründer des InnovAGe. Zunächst war er als stellvertretender Institutsdirektor tätig und ist seit April 2019 als geschäftsführender Direktor wirkend. Der gebürtige Essener ist Chemiker mit dem Schwerpunkt der Organischen Chemie. Das Studium der Chemie sowie seine anschließende Promotion in der Organischen Chemie absolvierte er an der Universität zu Köln. Sein DAAD-PostDoc-Stipendium sagte er für eine Stelle als Laborleiter in der Medizinischen Chemie bei Bayer ab. Dort beschäftigte er sich u.a. mit Antibiotika sowie Antibody-Drug-Conjugates zur Krebstherapie. Nach dieser knapp fünfjährigen Forschungstätigkeit entschied sich Prof. El Sheikh zu einem Wechsel in den akademischen Bereich. „Zum einen wollte ich meine Forschungsthemen selbst bestimmen können und zum anderen war es mir immer schon wichtig, mein Wissen und vor allem meine Begeisterung für die (pharmazeutische) Chemie weiterzugeben.“ Seit September 2012 ist er an der TH Köln in der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften als Professor für die Pharmazeutische Chemie zuständig. 

Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. El Sheikh beschäftigt sich vorwiegend mit der Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung schwerwiegender psychischer und körperlicher Erkrankungen, wie z. B. Depressionen, Demenz, AD(H)S und Sarkopenie. Diese Leiden betreffen alle Altersstufen, die jedoch besonders im fortgeschrittenen Alter zu äußerst gravierenden Einschränkungen führen. „Meine Arbeitsgruppe beschäftigt sich daher mit der Entwicklung von Wirkstoffen, die zum einem das Ziel haben die synaptische Plastizität, also die Anpassungsfähigkeit des Gehirns, zu verbessern bzw. wiederherzustellen und zum anderen dem zunehmenden Muskelabbau im Alter entgegenzuwirken.“

Für Herrn El Sheikh ist das Besondere an InnovAGe die interdisziplinäre Ausbildung der Promovierenden. „Wir vermitteln das Wechselspiel der einzelnen Disziplinen aus Medizinischer Chemie, Pharmakologie, Galenik, Computational Intelligence u.v.m., welches eine Wirkstoffentwicklung erst möglich macht.“ Hinzu kommt der familiäre Umgang im Team, der die Möglichkeit zum freien Austausch und damit den Raum für Innovationen bietet. Das regelmäßig stattfindende Doktorandenseminar des Instituts dient darüber hinaus der Erweiterung des wissenschaftlichen Horizonts der Promovierenden. Externe Gastredner aus Industrie und Wissenschaft geben zusätzlichen Input und ermöglichen so neue interdisziplinäre Denkansätze für die Projekte der Promovierenden.

Fragt man Herrn El Sheikh danach, warum er eine Promotion am Forschungsinstitut InnovAGe empfehlen würde, ist er stolz zu antworten: „Eine Promotion bei uns bereitet interessierte Wissenschaftler ideal auf eine Tätigkeit in der Wirkstoffindustrie oder -forschung vor, da wir alle wichtigen Teilaspekte des Wertschöpfungsprozesses abdecken. Unsere Absolventen müssen keine steile Lernkurve mehr durchlaufen, wenn sie eine berufliche Tätigkeit aufnehmen, da sie dann schon genau wissen wie die Wirkstoffsuchforschung funktioniert.“

Prof El Sheikh freut sich bereits über die Erfolge des noch jungen Instituts. Gemeinsam mit allen Beteiligten möchte er diesen guten Weg weitergehen und ist bestrebt InnovAGe über den ersten Förderzeitraum hinaus fest zu etablieren. Auf der Agenda stehen nicht nur Publikationen und die Einwerbung weiterer Drittmittel: „Aus den erzielten Promotionen und Forschungsergebnissen soll die Möglichkeit erwachsen für die gesamte Fakultät der angewandten Naturwissenschaften noch mehr Sichtbarkeit in der wissenschaftlichen Community zu erzeugen.“

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