STEPs auf der Messe IFAT

Das Forschungsinstitut STEPs beteiligte sich in München an der diesjährigen IFAT, der weltgrößten Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoff-wirtschaft. STEPs war mit einem eigenen Stand vertreten, der von der Institutskoordinatorin Dr. Beatrice Kleiner gemanagt wurde. STEPs ermöglichte es damit auch zahlreichen Doktoranden sowohl das wissenschaftliche Programm zu besuchen als auch die Aussteller und die Job Börse zu erleben.

IFATMitglieder des Forschungsinstituts STEPs auf der Messe IFAT 2016 (Bild: @TH Köln)

Die Messe IFAT verzeichnete insgesamt 136.885 Besucher, welche die Stände von 3.097 Ausstellern aus 59 Ländern auf einer Gesamtfläche von 230.000 Quadratmetern besuchten.

Am STEPs Stand wurde das Forschungsinstitut vorgestellt und mittels Postern zu verschiedenen Forschungsbereichen wie Membranentwicklung, Mess- und Regelungstechnik, Energie- und Ressourcenmanagement bzw. Wasser- und Wasserbehandlung zu Gesprächen eingeladen. Hieraus ergaben sich intensive Gespräche mit interessierten nationalen und internationalen Besuchern der IFAT. Neben Interessenten für Promotionsprojekte wurden zahlreiche Kontakte zu Firmen des In- und Auslands geknüpft, welche im Nachhinein weiter vertieft werden.

IFAT MesseBlick über das Hochschulforum der Messe IFAT (Bild: @TH Köln)

Die Messe bot auch Gelegenheit, bestehende Kontakte im Hochschulbereich zu vertiefen. Die Doktoranden und Professoren nutzten die Gelegenheit, mit Firmen über potenzielle Kooperationen zu sprechen sowie Informationen zu Produkten und Dienstleistungen zu erhalten.

ReaktorMinikläranlage als Blickfang auf dem STEPs Stand (Bild: @TH Köln)

Das europäische Forschungsprojekt ENERWATER zum europaweiten Energie-Benchmarking von Kläranlagen wurde am STEPs Stand besonders beworben und fand beim Fachpublikum großes Interesse. Energieeinsparung ist inzwischen auch für Kläranlagen ein europäisches Thema. Normungsgremien, Ingenieurbüros, Anlagenbauer und -betreiber sind an den Ergebnissen interessiert, mit denen in Zukunft eine europaweite Energieklassierung ihrer Anlagen ermöglicht werden kann. Weitere Infos und eine kostenlose Registrierung als Stakeholder sind verfügbar unter https://www.enerwater.eu/.

Besucher IFATBesucher am Stand von STEPs (Bild: @TH Köln)

Im Hochschulforum der IFAT fanden Vorträge statt. Hier hielt Professor Michael Bongards den Vortrag ":metabolon, an university and industrial research site for water, energy and environment". Etwa 50 internationale Messebesucher hörten interessiert zu. Bestehende Unternehmenskontakte wurden vertieft und neue geknüpft. STEPs in Verbindung mit :metabolon ist für viele Unternehmen interessant, da unsere anwendungsorientierte Forschung den Unternehmen als "vorwettbewerbliche Forschungsgelegenheit" dient. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Matthias auf der IFATMatthias Balsam bei der Präsentation seiner Ergebnisse im DWA Forum (Bild: @TH Köln)

Matthias Balsam, Promovend vom Arbeitskreis von Professor Rehorek des PRA & PAT Center der TH Köln, zeigte Ergebnisse seiner Untersuchungen zum Einfluss des derzeit in den Medien und der Politik umstrittenen Unkraut-vernichtungsmittels Glyphosat. Er untersucht den potenziellen Glyphosateinfluss und den Einfluss des  Metaboliten AMPA, wenn Spuren dieser Stoffe in den anaeroben Gärprozess gelangen. Glyphosat und AMPA können sowohl als Verunreinigungen über Mais und Grünschnitt als auch durch die Gülle in die Biogasanlage geraten. Ein kurzfristiger Effekt wurde erst bei relativ hohen Konzentrationen von 50 mmol/L festgestellt. Hierbei wurde vor allem der Endschritt der Vergärung, die eigentliche Methanogenese, gehemmt, was durch Untersuchung der Fettsäureprofile nachgewiesen werden konnte.

Christoph Steiner aus gleichem Arbeitskreis stellte sein Promotionsprojekt der Prozessoptimierung an einer halbtechnischen Sickerwasserreinigungsanlage mit dem Untertitel "Closing the research gap" vor. Die Forschung in unterschiedlichen Maßstäben ermöglicht es, Ergebnisse aus dem Labormaßstab über die Zwischenstufe der halbtechnischen Anlage in den großtechnischen Maßstab zu übertragen und Betriebsstörungen zu vermeiden. Das zweistraßige Prinzip der Anlage ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen unterschiedlichen Betriebsmodi.

Frau Professor Astrid Rehorek hielt im Rahmen der DWA-Vortragsreihe „Frauen in der Wasserwirtschaft" einen Vortrag zum Thema „ Zwischen Labor und Kläranlage - Chancen und Herausforderungen für Wissenschaftlerinnen an der Hochschule“. Sie illustrierte die guten Untersuchungsmöglichkeiten der TH Köln durch den Einsatz von chemischen und wirkungsbezogenen Prozessanalysentechniken und verwies darauf, dass eine gute Mischung weiblicher und männlicher Kompetenzen das perfekte Umfeld für wissenschaftlichen Er-kenntnisgewinn und praxisorientierte Forschung bieten.

Im Anschluss an die verschiedenen Vorträge in diesem Block setzten sich die Zuhörer sowie die Vortragenden zusammen und diskutierten über  Verbesserungsvorschläge und Ideen, welche auch direkt an Vertreter der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft) weitergegeben wurden.

 
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