Markus Stockmann

Markus Stockmann  (Bild: FH Köln/Boris Loehrer)

Markus Stockmann über seine Doktorarbeit (Quelle: Inside out 1/2011)

Markus Stockmann hat seine Promotion im Jahr 2012 erfolgreich beendet.

Woran arbeite ich eigentlich?
Ich beschäftige mich mit der datenbasierten Erkennung und Diagnose von anlagenweiten Regelkreisproblemen. Solche Probleme können sehr simpel sein, wie z. B. verstopfte Rohre, aber auch sehr komplex wie Nichtlinearitäten im Ventilkörper oder falsche Reglereinstellungen. Ich möchte entdecken, welcher Regelkreis in einer großen Anlage mit mehreren Regelkreisen die Probleme verursacht und vor allem warum er dies tut. So können sich dann für den Anlagenbetreiber während des Betriebs Warnmeldungen und Verbesserungsvorschläge generieren. Ich arbeite deshalb vor allem an der Entwicklung und Realisierung von Algorithmen.

Was mich an meiner Arbeit fasziniert?
Die Verbindung von hoher Mathematik und der Praxis, die ich während meines Studiums gelernt habe.

Wie ich auf die Idee gekommen bin?
Mein Promotionsbetreuer hatte schon früh diese Idee und hat mich während meines Studiums auf den Gebieten Regelungstechnik und Statistik sehr stark gefördert.

Warum es Sinn macht, das zu erforschen?
Firmen haben ein großes Interesse Fehler in ihren Anlagen zu erkennen. Hauptsächlich mache ich diese Online-Diagnosen für Raffinerien mit sehr großen Durchsätzen. Dort führen bereits kleine Verbesserungen des Wirkungsgrads zu enormen Einsparungen. Daran zu arbeiten fühlt sich an, als könne man etwas erreichen. Da das Gebiet noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es viel Platz für meine Ideen und Innovationen. Ob diese
jedoch auch angenommen werden, wird sich aber erst in den nächsten Jahren zeigen.

Womit ich gerade persönlich zu kämpfen habe?
Ich arbeite in einer tollen Gruppe und zum Glück ist mir das Kämpfen bislang erspart geblieben.

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