Energie und Nachhaltigkeit

Prof. Dr.-Ing. Klaus Becker (Bild: Thilo Schmülgen/FH Köln)

Prof. Dr. Klaus Becker, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer, über das Forschungscluster "Wasser – Energie – Umwelt"

"Es ist die wohl größte Herausforderung unseres Jahrhunderts: Eine wachsende Weltbevölkerung muss ausreichend mit Energie, sauberem Wasser und Nahrungsmitteln versorgt werden. Auf der anderen Seite müssen wir mit den natürlichen Ressourcen sparsam umgehen und dürfen unsere Umwelt nicht dauerhaft schädigen. Nur dann leben wir nachhaltig, also nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen.

Um diese gewaltige Aufgabe zu meistern, braucht es den Willen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik – und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihrer Arbeit ein sicheres Fundament dafür schaffen. Durch Forschung kann es etwa gelingen, Energie, Wasser und Land effizienter als bisher zu nutzen sowie Wege aufzuzeigen, wie Abfälle, Luft- und Wasserverunreinigungen trotz steigender Industrieproduktion verringert werden können. Forschungsergebnisse können aber zum Beispiel auch helfen, Konflikte um natürliche Ressourcen zum Nutzen aller Beteiligten zu lösen. Dieses Sonderheft informiert darüber, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Fachhochschule Köln zum Forschungskomplex Wasser – Energie – Umwelt Problemlösungen entwickeln, die uns dem Ziel der Nachhaltigkeit Schritt für Schritt näher bringen.

Die Fachhochschule Köln hat sich auch in einem anderen Sinne der Nachhaltigkeit verschrieben: Wir wollen Forschungsaktivitäten verstetigen und schaffen dafür zunehmend Strukturen, in denen über längere Zeiträume hinweg und durch enge Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern bestimmte Themengebiete bearbeitet werden. Ein Meilenstein in dieser Hinsicht stellt das 2013 gegründete erste Forschungsinstitut der Fachhochschule Köln dar.

Forschungsinstitute, Kompetenzplattformen und Forschungsschwerpunkte bieten Forschenden ein anregendes Umfeld. Vor allem aber erleichtern sie es, mit Forschungsaktivitäten regional, national wie international sichtbar zu werden. 2,7 Millionen Euro Drittmittel konnten 2012 allein für die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet Wasser – Energie – Umwelt eingeworben werden. Dies ist ein Beleg dafür, welche Wertschätzung die Forschung an der Fachhochschule Köln zu diesen Themen in der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik genießt. Ein anderer: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf diesem Feld ist es gelungen, sich mit namhaften europäischen Universitäten zu vernetzen und gemeinsam EU-Fördermittel einzuwerben."

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