3. Sommerworkshop des Forschungsinstituts STEPs

Austausch und Vernetzung bei sommerlichen Temperaturen – Der dritte Sommerworkshop des Forschungsinstituts STEPs schaffte viele Anregungen für das Forschungsprogramm

Am 6. und 7. August fand der dritte Sommerworkshop des Forschungsinstituts STEPs auf dem :metabolon-Gelände in Lindlar statt. Die Ziele des Workshops waren klar definiert: Die Weiterentwicklung des strukturierten Promotionsprogramms, die Erarbeitung einer Strategie für neue Gemeinschaftsanträge am Institut, die Ideenfindung zur Vorbereitung eines fachlichen Lehrangebotes für das kooperative Promotionsstudium unserer Hochschule zum Thema „Nachhaltigkeit“ und last but not least die Förderung des fachlichen aber auch informellen Austauschs unter den STEPs-Mitgliedern.

Ein Dokotrnad präsentiert ein PosterPosterpräsentation (Bild: FH Köln)

Dem fachlichen Austausch diente eine Poster-Präsentation aus den Forschungsbereichen. Es wurden sieben Poster vorgestellt, die die Bereiche Biotechnologie, Energie, Membranprozesse, Mess- und Regeltechnik und Wasserforschung abdeckten. Hier konnten Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen identifiziert und interdisziplinärer Austausch, z.B. im Bereich der Forschungsmethodik angeregt werden.

Für alle STEPs-Bereiche relevant waren auch die anschließenden Fachvorträge zur Datenanalyse (Dr. Christian Wolf, TH Köln und Bergischer Abfallwirtschaftsverband) und zum 1x1 des Publizierens . Hier erhielten die Promovierenden nicht nur eine Einführung in das weite Feld des Publizierens (Dr. Daniel Gaida), sondern auch Einblick in die Sicht des Gutachters (Prof. Dr. Ingo Stadler) sowie in die Online-Publikationsmöglichkeiten der Hochschulbibliothek (Dr. Margarethe Busch). Besonders diskutiert  wurden die Anforderungen an peer-reviewed journals. Auch für die Veröffentlichung von Dissertationsschriften in den eigenen Schriftenreihen des Cologne Open Science Servers interessierten sich die anwesenden Dozenten und Promovierenden sehr.

Promovierende diskutieren am TischPromovieren kann auch Teamarbeit sein (Bild: FH Köln)

In zwei separaten Runden berieten sich die trotz Sommer-„Pause“  aus F7, F9, F10 und F11 anwesenden STEPs-Professoren. Zum einen  konferierten sie zu Fragen der Erfahrungen und der Erhöhung der Erfolgsaussichten der Einzel- und Gruppenpromotionsprojekte mit den unterschiedlichen Universitätspartnern. Besonders anregend war die Beteiligung des STEPs- Gastmitgliedes Prof. Martin Denecke von der Universität Duisburg-Essen. Unter dem Kürzel EFFECT soll ein Antragsentwurf „Energieeffizientes  industrielles Ressourcen- und Prozessmanagement“ zur Einreichung bei der DFG vorbereitet werden. Zum anderen tagten die Dozenten der Institutsleitung in erweitertem Kreis zur Vorbereitung des wissenschaftlichen Kolloquiums und der Mitgliederversammlung im Oktober. Es ging um weitere inhaltliche und strategische Planungen.

Das Abendprogramm wurde von der Band „Heavy Acids“ gestaltet, die sich aus den STEPs Promovierenden Matthias Balsam, Benjamin Frindt und Christian Wenning sowie Prof. Dr Stéphan Barbe, der nicht vor Ort sein konnte, zusammensetzt. Vor der schönen, historischen Kulisse der Malteser Kommende, wo die Workshopteilnehmer übernachteten, ließ man den Abend bis spät in die Nacht ausklingen.

Doktoranden lauschen KonzertAbendprogramm (Bild: FH Köln)

Für den Freitagvormittag konnte das Forschungsinstitut STEPs Valentin Thurn als Gastredner gewinnen.
Der vielfach preisgekrönte Kölner Regisseur und Autor wurde vor allem durch seine Beiträge zum Nachhaltigkeitsthema „Lebensmittelverschwendung“ („Taste the Waste“, „Die Essensretter“ etc.) bekannt. Er hielt einen gleichermaßen nachdenklich stimmenden wie spannenden Vortrag zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen der globalen Lebensmittelverschwendung und präsentierte einige Projekte, die dem Phänomen entgegenwirken (Netzwerk: www.essens-wert.net).
Vor der Abschlussdiskussion hielten die Promovierenden noch ihre Anregungen für die kommenden Doktorandenseminare fest. Neben Gastvorträgen aus Industrie und Wissenschaft wünschten sich die Doktorandinnen und Doktoranden überfachliche Beiträge, zum Beispiel zur Postergestaltung oder zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Intensiv genutzt wurden die Möglichkeiten zur Besichtigung der Anlagen am Hochschulstandort :metabolon.

Zudem wurden Bewegungsmöglichkeiten genutzt, die das :metabolon-Gelände für sportliche Aktivität bietet. Zwischen einzelnen Programmpunkten wurden beispielsweise die zahlreichen Stufen zum höchsten Punkt der Deponie erklommen, von dem aus sich ein schöner Rundumblick ins Bergische Land bietet. Da alle Teilnehmenden sehr angetan von der Möglichkeit waren, sich abseits des regulären und oft hektischen Hochschulbetriebs mit Spaß und Ernsthaftigkeit auszutauschen, wird der Sommerworkshop des Forschungsinstituts 2016 in die vierte Runde gehen.

 
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