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Migration und Interkulturelle Kompetenz

Forschungschwerpunkt des Instituts für interkulturelle Bildung und Entwicklung

Integration und Chancengleichheit

Bei diesem Projekt geht es um die externe Evaluation eines Förderprogramms des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), für deren Durchführung eine deutsch-französische Forscher(innen)gruppe gegründet wurde.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Integration und Chancengleichheit 
Leitung Prof. Dr. Markus Ottersbach 
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften  Mehr
Institut Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (Interkult)  Mehr
Beteiligte Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad, Dipl.-Päd. Sonja Preissing (Universität Köln) 
Projektpartner Prof. Dr. Ahmend Boubeker (Université de St. Étienne), PD Dr. Pierro Galloro, Dr. Thomas Pierre (Université de Lorraine), Hervé de Paris (Cité publique, Lyon) 
Fördermittelgeber Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) 
Laufzeit 01/2010 - 12/2013 

Projektbeschreibung

Im Fokus der Evaluation des deutsch-französischen Förderprogramms für marginalisierte Jugendliche in Frankreich und Deutschland stehen folgende Leitfragen:

1. Welchen Beitrag leistet der vom DFJW organisierte Fachaustausch der Projektverantwortlichen im Rahmen des Netzwerks zum Gelingen der Arbeit vor Ort?

2. Welchen Beitrag leistet der vom DFJW organisierte internationale Jugendaustausch zum Gelingen der Arbeit vor Ort?

3. Inwieweit und unter welchen Rahmenbedingungen gelingt es den Projektverantwortlichen, die Zielgruppe des internationalen Jugendaustauschs zu erreichen (Akquise)?

4. Inwieweit werden die Jugendlichen erfolgreich in die Projekte einbezogen (Kontinuität)?

5. Welchen nachhaltigen „Gewinn“ erzielen die Jugendlichen durch ihre Teilnahme an den Projekten (mit Hinblick auf die gesellschaftliche und berufliche Integration sowie im Hinblick auf interkulturelle Lerneffekte)?

Während der gesamten Laufzeit der Untersuchung wird der Fachaustausch im Rahmen des Netzwerks evaluiert. Hierzu werden die Teilnehmer/innen der Netzwerktreffen mit Hilfe von teilstandardisierten Fragenbögen befragt. Ergänzend dazu werden mit ausgewählten Teilnehmer/innen leitfadengestützte Interviews im Nachgang der Netzwerktreffen zu dem Fachaustausch und zu den Netzwerktreffen geführt.
In der ersten Untersuchungsphase geht es um zentrale Merkmale und Rahmenbedingungen der Arbeit in den ausgewählten Projekten sowie um deren Ideen und Konzeptionen. In der zweiten Untersuchungsphase werden die Nutzung und die Gestaltung des jeweiligen Projekts durch jugendliche Akteure/-innen untersucht. Dazu werden mit den Beteiligten Gruppendiskussionen durchgeführt, die Einblick in Motive, Einstellungs- und Handlungsorientierungen der Jugendgruppe, in Rekrutierungsmechanismen von Mitgliedern, in den Gruppenzusammenhalt sowie die Gruppenpraxis geben sollen. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang die Rekonstruktion möglicher Projekterfolge in Bezug auf die gesellschaftliche und berufliche Integration der Jugendlichen, aber auch bezüglich möglicher kultureller Zuschreibungen und Vorurteile, Prozesse der „Ethnisierung“ sowie Öffnungs- und Ausschlussmechanismen im interkulturellen Kontext. Ergänzt werden die Gruppendiskussionen durch leitfadengestützte qualitative Interviews mit jeweils einem/einer Jugendlichen der jeweiligen Diskussionsgruppe, die die subjektive Orientierung erfassen sollen. Ziel ist die Hervorhebung von Projekten „guter Praxis“, die gelungene Strategien einer interkulturellen Arbeit einerseits und einer Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Integration der beteiligten Jugendlichen andererseits aufzeigen und damit modellhaften Charakter haben.

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